Springer-Chef: Döpfner prognostiziert Ende der Umsonstkultur im Internet
Zurzeit macht Springer rund ein Viertel des Konzernumsatzes im Netz. "Die Phase der kindlichen Begeisterung für die neue Technologie rund um das Internet geht erkennbar zu Ende" , sagte Döpfner dem Handelsblatt. Eine neue Phase beginne, die an die Prinzipien der Vor-Internet-Welt anknüpfe: gutes Geld für guten Journalismus. Döpfner sprach von der "Rückkehr zur Normalität" .
In Deutschland geht nach Döpfners Meinung die Umsonstkultur zu Ende. Springer hat bereits 280.000 Apps von Bild und Welt verkauft. Bild ist mittlerweile die meistverkaufte Nachrichten-App des Landes.
Für den Journalismus prognostiziert Döpfner eine Renaissance. "Der Journalismus hat durch die neuen digitalen Vertriebskanäle glänzende Möglichkeiten. Wenn wir es richtig machen, können wir von diesen hoch attraktiven neuen Verbreitungsformen profitieren. Der Pessimismus ist falsch" , sagt der 47-jährige Konzernlenker.