Behördenseiten

FSFE findet 2.160-mal Werbung für Adobe Reader

Über 2.100 Behörden und Organisationen empfehlen zum Lesen von PDFs den Adobe Reader, obwohl es freie Alternativen zu dem kostenlosen Produkt gibt. Jetzt geht die PDFreaders-Kampagne in die nächste Phase.

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Behördenseiten: FSFE findet 2.160-mal Werbung für Adobe Reader

Die Free Software Foundation Europe (FSFE) hat vier Wochen lang Meldungen zu 2.162 europäischen Einrichtungen gesammelt, die Werbung für den PDF-Reader von Adobe machen. Die Aktivisten für den Einsatz freier Software hatten ihre Aktion für den Kampf gegen proprietäre Software zur Darstellung von PDF-Dokumenten im September 2010 wieder aufgenommen. Die Aktivisten fordern öffentliche Einrichtungen in Europa auf, nicht länger für den Adobe Reader und andere kommerzielle Produkte zu werben, weil es freie Alternativen dazu gibt.

Freiwillige Unterstützer und Übersetzer hätten Webseiten öffentlicher Einrichtungen abgesucht, um Werbung für den Adobe Reader zu finden, sagte ein Sprecher der FSFE. "Einige Teilnehmer, wie Massimo Barbieri und Lucas Bickel, haben jeweils mehr als 350 gemeldet. Alessandro Albini, Rainer Schmitz und Pavel Kharitonov haben ebenfalls mit jeweils rund 50 gemeldeten Einrichtungen einen bemerkenswerten Beitrag geliefert". Insgesamt hätten sich 305 Menschen an der Suche beteiligt. Auf der FSFE-Website Pdfreaders.org sind freie PDF-Reader für Windows, Linux und Mac OS X aufgelistet.

Zu den deutschen Institutionen und Organisatoren, die alternativlos den Adobe Reader empfehlen, gehören der Deutsche Bundestag, die Bundesbank, das Abgeordnetenhaus Berlin, die Bundesregierung und der Bundesrat. Auf der Webseite der Bundesregierung heißt es beispielsweise: "Zum Öffnen der angebotenen PDF-Dokumente benötigen Sie den PDF-Reader. Dieses Programm können Sie auf folgender Seite kostenlos herunterladen."

1.500 Menschen, 46 Unternehmen und 38 Organisationen hätten zudem die FSFE-Petition für die Entfernung von Werbung für unfreie Software auf den Webseiten der öffentlichen Verwaltungen unterzeichnet, teilte FSFE mit.

In den kommenden Wochen will die Organisation nun Briefe an die Einrichtungen schicken und sie auffordern, entweder jede Empfehlung für unfreie Software von ihren Webseiten zu entfernen, oder eine Auswahl mehrerer Programme anzubieten. Dafür werden jetzt 1.600 Euro für Porto und zusätzliche Verwaltungskosten gesammelt.

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Der Kaiser! 07. Mai 2011

Sowas hätte ich auch gerne für Linux.

Der Kaiser! 07. Mai 2011

Was soll denn DER Apostroph da?

Der Kaiser! 07. Mai 2011

Mit welchen freien PDF-Reader kann ich denn: * verschlüsselte oder signierte Dokumente...

steve000 09. Nov 2010

die site pdfreaders.org ist einfach nur schlecht. wer sich auskennt und englisch kann...



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