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Nachfolger für Compact Flash: Transcends CFast-Karten mit über 100 MByte/s

Die bereits vor einem Jahr angekündigten CFast-Karten kommen langsam in Schwung. Transcend hat nun vier neue Modelle von 2 bis 16 GByte angekündigt, die bis zu 108 MByte/s beim Lesen erreichen sollen. In Digitalkameras wird das neue Format aber vorerst nicht zu finden sein.
/ Nico Ernst
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Wie schon die ersten CFast-Karten und die dazugehörigen Lesegeräte empfiehlt auch Transcend seine neuen Speicherkarten vor allem für industrielle Anwendungen. CFast-Karten werden zwar im selben Formfaktor wie Compact-Flash-Karten hergestellt, verfügen aber über einen anderen Anschluss, der auch mechanisch nicht zu CF-Slots kompatibel ist. CFast arbeitet mit einer SATA-Schnittstelle mit 3 GBit/s, nicht mehr wie Compact Flash mit IDE.

Die Größen der neuen Karten liegen auch unter dem, was bei professionellen DSLRs mittlerweile übliche Speicherkapazitäten darstellt. Transcend bietet sie in 2, 4, 8 und 16 GByte an. Zu den Geschwindigkeiten machte das Unternehmen außer der maximalen Leserate von 108 MByte/s keine weiteren Angaben. Damit sind die Karten nur wenig schneller als aktuelle CF-Stecklinge , die ebenfalls knapp 100 MByte/s erreichen.

Die neuen Karten sollen jedoch besonders langlebig sein und auch eine eigene Fehlerkorrektur besitzen. Transcend nennt das "Staticdatarefresh" und "Earlyretirement" , was sich vor allem auf die Schreibstrategien beziehen dürfte. Die CFast-Karten sollen ab sofort ausgeliefert werden, Preise nannte das Unternehmen noch nicht. Die Transcend-CFasts finden sich auch noch nicht in deutschen Preisvergleichen.

Neben CFast steht aber auch das herkömmliche Compact Flash nicht still. Das Normierungsgremium CFA hat zur Version 5 des Standards ein Whitepaper ( PDF(öffnet im neuen Fenster) ) veröffentlicht, das unter anderem die 48-Bit-Adressierung beschreibt, mit der sich bis zu 144 Petabyte auf einer CF-Karte ansprechen lassen. Zudem gibt es nun einen Trim-Befehl, der dem Verschleiß und der Fragmentierung vorbeugen kann. Mit ähnlichen Effekten hatten auch frühe SSDs zu kämpfen.


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