Deutsche Post: Eine Million Anmeldungen für den E-Postbrief

Die Deutsche Post hat über eine Million Anmeldungen für den E-Postbrief erhalten. Das berichtet die Rheinische Post(öffnet im neuen Fenster) aus Unternehmenskreisen. Der Dienst soll von der Post auch für andere Unternehmen im Ausland angeboten werden, wie die Zeitung weiter erfahren hat. Die Post lässt die Registrierung zum E-Postbrief seit dem 17. Juli 2010 zu.
Der E-Postbrief verspricht einen sicheren elektronischen Nachrichtenaustausch. Jeder E-Postbrief ist mit einer elektronischen Signatur der Post versehen, die eine Integritätsprüfung der enthaltenen Daten ermöglicht. Damit bestätigt die Post dem Empfänger, dass die Nachricht tatsächlich vom angegebenen Absender stammt und ihr Inhalt unverändert ist. Für das Versenden eines E-Postbriefes muss zudem eine Handy-TAN als Transaktionsnummer eingegeben werden. E-Postbriefe sind auf ihren elektronischen Kommunikationsstrecken zwischen Absender und Empfänger verschlüsselt. "Darüber hinaus kann jeder Nutzer eine zusätzliche persönliche Verschlüsselung vornehmen. Hierfür muss ein benutzerspezifisches Zertifikat im Portal angefordert werden, das vom Trustcenter Signtrust der Deutschen Post ausgestellt wird" , so das Unternehmen.
Die Inhalte des E-Postbriefs werden verschlüsselt, einschließlich der mitgesandten Dateianhänge. Über das Portal ePost.de(öffnet im neuen Fenster) sollen sich bestehende E-Mail-Konten einbinden lassen. Auch eine Faxfunktion wird dort angeboten. Verfügt der Empfänger eines E-Postbriefes nicht über einen elektronischen Briefkasten, druckt die Post das Schreiben aus und stellt es per Boten zu. Der E-Postbrief kann auch als elektronisches oder klassisches Einschreiben versandt werden.
Auch das Konkurrenzprodukt De-Mail stößt auf Interesse. Seit dem Start der Registrierungsphase ließen sich in drei Monaten bis zum 13. Oktober 2010 knapp 700.000 Menschen für den rechtsverbindlichen E-Mail-Dienst registrieren. Bei den United-Internet-Marken GMX und Web.de sowie bei der Deutschen Telekom können sich Nutzer für eine eigene De-Mail-Adresse registrieren lassen.