• IT-Karriere:
  • Services:

Japanische Spielebranche

"Sie gleicht einem kommunistischen Staat"

Square-Enix gibt eine Gewinnwarnung heraus, Sega macht weiter Verluste: Die japanische Spielebranche hat schon bessere Zeiten gesehen. Der Ex-Capcom-Designer Keiji Inafune sagt, woran das aus seiner Sicht liegt.

Artikel veröffentlicht am ,
Keiji Inafune
Keiji Inafune

"Sie gleicht immer mehr einem kommunistischen Staat. Wenn man hart arbeitet, hat man Nachteile. Nicht hart zu arbeiten hingegen, wird immer mehr belohnt", kritisiert Keiji Inafune im Gespräch mit der japanischen Webseite 4Gamer.net seine Branche. Inafune gilt als einer der bekanntesten Designer in Japan, er hat Mega Man erfunden und die vergangenen 23 Jahre bei Capcom gearbeitet; dort hat er jetzt gekündigt. Seiner Auffassung nach fehlt es in den Entwicklerstudios vor allem an der Motivation, um gute Spiele zu produzieren: Egal, wie schlecht die abgelieferte Arbeit sei, das monatliche Gehalt sei so gut wie immer gesichert, Aufstiegschancen für erfolgreiche Mitarbeiter gebe es zu wenige.

Stellenmarkt
  1. Hochschule Furtwangen, Furtwangen
  2. Universitätsklinikum Münster, Münster

Dass es um die japanische Spielebranche schon besser bestellt war, zeigen aktuelle Zahlen. Branchenprimus Nintendo kämpft erstmals seit Jahren mit Verlusten, aber auch Square Enix hat aufgrund des "schwierigen Marktumfeldes" Probleme und rechnet für die Monate April bis September 2010 nur noch mit einem Umsatz von 68 Milliarden Yen (rund 602 Millionen Euro) statt 76 Milliarden Yen (673 Millionen Euro) und Gewinnen in Höhe von 1,7 Milliarden Yen (15 Millionen Euro) statt 2,4 Milliarden Yen (21,2 Millionen Euro). Kein Wunder - einer der wichtigsten Hoffnungsträger, das Onlinerollenspiel Final Fantasy 14, ist weltweit wegen Qualitätsmängeln gefloppt.

Die Spielesparte des Mischkonzerns Sega hat im ersten Halbjahr einen Verlust in Höhe von 1,3 Milliarden Yen (rund 11,6 Millionen Euro) ausgewiesen - was immerhin eine Verbesserung gegenüber demselben Vorjahreszeitraum darstellt, in dem ein Minus von 38,8 Milliarden Yen (rund 346 Millionen Euro) in der Bilanz stand; der Umsatz stieg leicht auf 18,7 Milliarden Yen (rund 167 Millionen Euro). Das Management nennt als einen der Gründe für die enttäuschenden Zahlen das veränderte Marktumfeld - insbesondere Socialgames würden immer wichtiger. Just in diesem Segment sind die japanischen Publisher traditionell schlecht aufgestellt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 6,63€
  2. (-60%) 23,99€
  3. (u. a. F1 2019 Anniversary Edition für 26,99€, Jurassic World Evolution Deluxe Edition für 15...
  4. (-72%) 8,50€

The Howler 11. Nov 2010

Mystic Quest war doch Seyken Denetsu 1 (Eigentlich Secret of Mana 1!). Das Secret of Mana...

Der der... 05. Nov 2010

ALTE PC-ROLLENSPIELE von 1990-2007 (außer Kingdom Hearts) mit Beschreibung/Kurzreview...

Turion 03. Nov 2010

ah, da werden Erinnerungen wach. Einfach eines der besten Spiele aller Zeiten!

Aha 03. Nov 2010

Ach so schlechte System, gut genug? Hä. Wenn du nicht mitspielst hast du kein Geld. Erst...

blub 03. Nov 2010

Den Haupbestandteil ihres Umsatzes generieren diese Firmen doch durch das publishen oder...


Folgen Sie uns
       


Datenbasierte Archäologie im DAI

Idai World ist ein System, um archäologische Daten aufzubereiten und online zugänglich zu machen. Benjamin Ducke vom Deutschen Archäologischen Institut stellt es vor.

Datenbasierte Archäologie im DAI Video aufrufen
Razer Blade Stealth 13 im Test: Sieg auf ganzer Linie
Razer Blade Stealth 13 im Test
Sieg auf ganzer Linie

Gute Spieleleistung, gute Akkulaufzeit, helles Display und eine exzellente Tastatur: Mit dem Razer Blade Stealth 13 machen Käufer eigentlich kaum einen Fehler - es sei denn, sie kaufen die 4K-Version.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Naga Left-Handed Edition Razer will seine Linkshändermaus wieder anbieten
  2. Junglecat Razer-Controller macht das Smartphone zur Switch
  3. Tartarus Pro Razers Tastenpad hat zwei einstellbare Schaltpunkte

Männer und Frauen in der IT: Gibt es wirklich Chancengleichheit in Deutschland?
Männer und Frauen in der IT
Gibt es wirklich Chancengleichheit in Deutschland?

Der Mann arbeitet, die Frau macht den Haushalt und zieht die Kinder groß - ein Bild aus längst vergangenen westdeutschen Zeiten? Nein, zeigen uns die aktuellen Zahlen. Nach wie vor sind die Rollenbilder stark, und das hat auch Auswirkungen auf den Anteil von Frauen in der IT-Branche.
Von Valerie Lux

  1. HR-Analytics Weshalb Mitarbeiter kündigen
  2. Frauen in der IT Ist Logik von Natur aus Männersache?
  3. IT-Jobs Gibt es den Fachkräftemangel wirklich?

Apex Pro im Test: Tastatur für glückliche Gamer und Vielschreiber
Apex Pro im Test
Tastatur für glückliche Gamer und Vielschreiber

Steelseries bietet seine mechanische Tastatur Apex 7 auch als Pro-Modell mit besonderen Switches an: Zum Einsatz kommen sogenannte Hall-Effekt-Schalter, die ohne mechanische Kontakte auskommen. Besonders praktisch ist der einstellbare Auslösepunkt.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Bluetooth und Ergonomic Keyboard Microsoft-Tastaturen kommen nach Deutschland
  2. Peripheriegeräte Microsofts neue Tastaturen haben Office- und Emoji-Tasten
  3. G Pro X Gaming Keyboard Logitech lässt E-Sportler auf austauschbare Tasten tippen

    •  /