Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Dead Drops: Filesharing ohne Internet

Der Künstler Aram Bartholl lädt mit seinem Projekt Dead Drops zum Peer-to-Peer-Filesharing ohne Internetverbindung ein. Er versenkt dazu USB-Sticks an öffentlichen Orten - und will zum Nachahmen animieren.
/ Christian Klaß
392 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Dead Drops(öffnet im neuen Fenster) ist die englische Bezeichnung für tote Briefkästen(öffnet im neuen Fenster) , die als Versteck für die Übermittlung geheimer Nachrichten dienen. An fünf öffentlichen Orten in New York City hat Aram Bartholl(öffnet im neuen Fenster) bisher USB-Flash-Drives als Dead Drops (DDs) eingelassen; mal durch Einbetonieren, mal durch Verkleben mit Epoxidharz.

Die Dead Drops sollen als Orte des anonymen Daten- und Informationsaustauschs genutzt werden. Meist handelt es sich noch um günstige USB-Sticks mit 2 oder 4 GByte. Der Verlust bei Vandalismus sei dann gering, sagte Bartholl Golem.de.

Lediglich die USB-Stecker der Datenträger ragen aus Wänden, Treppen oder Pfosten heraus und laden zum Anschließen ein. Eine Textdatei (Readme.txt) auf den DDs informiert über das ungewöhnliche Projekt.

Das Projekt ist laut Bartholl noch im Entstehen(öffnet im neuen Fenster) . Es sollen nicht nur weitere Dead Drops in New York City hinzukommen, sondern USB-Sticks auch in anderen Städten platziert werden. Auch in Deutschland ist damit zu rechnen, immerhin gibt Bartholl auf seiner Webseite Berlin als einen Wohnsitz an.

Eine vollständige Dokumentation, einen Film und eine Anleitung zum Nachahmen will der in Bremen geborene Performance-Künstler bald veröffentlichen. Auf der Webseite Deaddrops.com(öffnet im neuen Fenster) würden dann alle DD-Orte gesammelt und dokumentiert, sagte Bartholl Golem.de.


Relevante Themen