Spielebranche: Indie-Entwickler sauer auf neue Oberfläche der Xbox 360
Einige unabhängige Entwickler von Computerspielen sind nicht damit einverstanden, wie die überarbeitete Oberfläche der Xbox 360 mit ihnen umgeht. In der US-Version sind ihre Indie Games seit dem Update am 1. November 2010 in der schwer zu findenden Rubrik Speciality Shops einsortiert. Hierzulande verläuft der Weg zu den oft feinen, kleinen Spieleperlen noch seltsamer: Im deutschen Dashboard stehen sie, gemeinsam mit dem Game Room und dem Shop für Avatar-Zubehör, unter Fachgeschäfte – was eher nach Wegbeschreibungen zum nächstbesten Elektrogroßmarkt klingt. Immerhin: Die Rubriken Speciality Shops und Fachgeschäfte befinden sich weiterhin im Spiele-Marktplatz.
Im offiziellen Entwicklerforum(öffnet im neuen Fenster) mutmaßt ein Mitglied über die Gründe: "Ich könnte mir vorstellen, dass es den Traffic der 'Games on Demand' um zehn Prozent reduziert, wenn man uns dort einsortiert. Und ich glaube nicht, dass der Gesamtumsatz aller Indie-Games mehr als diese zehn Prozent ausmacht." Ein Entwickler von Projector Games führt laut Eurogamer.net(öffnet im neuen Fenster) die "fürchterlich" schlechten Verkaufszahlen des nach dem Update veröffentlichten Spiels Steam Heroes auf die schlechte Auffindbarkeit zurück. Microsoft hat sich zu dem Thema bislang nicht geäußert.