Lizenzverstoß

VLC für iOS vor dem Aus?

Rémi Denis-Courmont, einer der Kernentwickler des Mediaplayers VLC, hat bei Apple eine formale Beschwerde über VLC für iPhone, iPad und iPod touch eingereicht. Er geht davon aus, dass Apple den VLC Player demnächst aus dem App Store nehmen wird, zum Missfallen einiger anderer VLC-Entwickler.

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Lizenzverstoß: VLC für iOS vor dem Aus?

VLC sei freie Software und stehe unter der GPL, die mit Apples Regeln für den App Store unvereinbar sei, argumentiert Denis-Courmont und hat in der vergangenen Woche eine entsprechende Beschwerde bei Apple eingereicht. Während sein Vorgehen von der Free Software Foundation (FSF) öffentlich begrüßt wird, kritisieren andere VLC-Entwickler das Vorgehen von Denis-Courmont.

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Während die GPL jedem Nutzer das Recht einräumt, eine Software zu verändern und weiterzuverteilen, unterbinden dies Apples Regeln für den App Store und hebeln damit die GPL aus. Der Vertrieb der Software über den App Store stelle somit eine Urheberrechtsverletzung dar, argumentiert Denis-Courmont.

  • Synchronisieren mit dem VLC-Player...
  • ... per iTunes
  • VLC-Player mit einem Golem-Video im MP4-Format
  • VLC-Player auf dem iPad ohne...
  • ... und mit Medien
  • Die Software generiert eine Vorschau.
  • 1080p mit sehr hoher Bitrate: Das Video ist zu anspruchsvoll für das iPad.
  • Big Buck Bunny in 1080p
  • Der VLC-Player nimmt kleine Dateien durchaus an, ...
  • ... versagt aber auch bei 720p-Dateien mit hoher Bitrate. Ein Problem, dass Apples eigene Abspielsoftware im iPad auch hat.
  • Videos mit hoher Auflösung überfordern das iPad bei einigen Codecs.
  • Videofortschritt in der Voransicht. Das Video in der Mitte mit 960 x 540 Pixeln ist auch nicht korrekt abspielbar.
VLC-Player mit einem Golem-Video im MP4-Format

Er forderte daher Apple dazu auf, sich bei der Verbreitung der Software künftig an die Lizenz zu halten. Allerdings geht Denis-Courmont nicht davon aus, dass Apple seine Regeln anpassen wird und verweist auf den von der FSF angestoßenen Fall GNU Go, in dem Apple die Software kurz nach einer entsprechenden Beschwerde aus dem App Store nahm.

Die FSF begrüßt das Vorgehen von Denis-Courmont denn auch als Auflehnen gegen die Durchsetzung von DRM in Apples App Store.

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Die iOs-Version von VLC wurde von Applidium entwickelt und vom Videolanteam durchaus positiv kommentiert. So vertritt Denis-Courmont mit seiner Beschwerde auch nicht offiziell das Videolan-Projekt, das hinter dem VLC Media Player steht.

Videolan-Chairman Jean-Baptiste Kempf argumentiert anders: Er möge zwar keine App Stores, doch sie seien nun einmal Realität.

Kempf argumentiert, Apple habe seine Regeln seit dem Fall GNU Go geändert, so dass je nach Auslegung ein Vertrieb von GPL-Software über Apples App Store durchaus möglich sei, ohne die GPL zu verletzen. Er räumt ein, dass es hilfreich wäre, wenn Apple seine Regeln weiter präzisieren würde. Darüber hinaus stehe der Quellcode von VLC für iOS samt der entsprechenden Binarys auf der Videolan-Website zum Download bereit. Jeder könne die Software also modifizieren und weiterverbreiten.

Denis-Courmont sieht das offenbar anders und argumentiert: Freie Software unterliege nur wenigen Regeln, diese seien aber unbedingt einzuhalten, denn nur so habe freie Software Qualität und Erfolg erreicht. Nutzern, die VLC auf mobilen Geräten nutzen wollen, rät der VLC-Entwickler zum Umstieg auf offenere Softwareplattformen.

Derzeit steht VLC für iPhone und iPad noch in Apples App Store zum Download bereit.

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Der Kaiser! 10. Jan 2011

Das wird noch lustig, wenn die Käufer zum MediaMarkt gehen, um sich darüber zu...

Der Kaiser! 10. Jan 2011

Ich behaupte mal, keine Entwicklung VON Apple. Fork von KHTML. Keine Entwicklung VON...

AppleLikesOSS 08. Nov 2010

Ja, und? Mal eine Firma die zeigt das man mit Open Source Geld verdienen kann, ist doch...

egal0815 08. Nov 2010

Meiner Erfahrung nach nicht. Ich habe keine Probleme für ein Produkt zu zahlen, wenn es...

spanther 03. Nov 2010

Naja, es gab wohl Zeiten, da war eben nicht die Voraussetzung geschaffen und hier haben...



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