Abo
  • Services:

Microsoft

Wie sich mobiles Surfen beschleunigen lässt

Forscher von Microsoft haben sich das Verhalten mobiler Internetnutzer im Detail angeschaut, um herauszufinden, wie sich der mobile Internetzugang verbessern lässt. Sie fanden einige Mechanismen, die sich leicht umsetzen lassen.

Artikel veröffentlicht am ,

Mit einfachen Mitteln ist es nach Ansicht von Forschern möglich, Effizienz, Leistung und Akkulaufzeit bei der mobilen Internetnutzung zu steigern. Die Forscher Hossein Falaki, Dimitrios Lymberopoulos, Ratul Mahajan, Srikanth Kandula und Deborah Estrin haben die Smartphones von 43 Probanden mit einer Software ausgestattet, die den Netzwerkverkehr der Geräte analysierte. Die Ergebnisse haben sie in ihrem Aufsatz A First Look at Traffic on Smartphones veröffentlicht. Es sei nicht einfach gewesen, überhaupt Probanden für das Experiment zu finden, begründen die Forscher die recht geringe Zahl der Fälle. Dennoch reichten die Daten für erste Erkenntnisse aus.

Stellenmarkt
  1. Deloitte, verschiedene Standorte
  2. abilex GmbH, Berlin

Surfen und E-Mail-Nutzung sorgen demnach für den größten Teil des Traffics. Wenig überraschend folgt die Erkenntnis, dass vor allem viele kleine Dateien übertragen werden. Fast die Hälfte des Traffics entfällt auf verschlüsselte Protokolle wie HTTPS und IMAP4S. Das bedeutet zugleich, dass der Protokoll-Overhead deutliche Verzögerungen verursacht, was bei verschlüsselten Verbindungen noch deutlicher ausfällt. Das Cachen von SSL-Sessions-Keys funktioniert dabei recht gut.

Bei TCP-Übertragungen führt ein vergleichsweise hoher Paketverlust dazu, dass die Pakete erneut gesendet werden. Das verlangsamt die mobile Verbindung. Rund 3,3 Prozent der Pakete im Downstream und 3,7 Prozent im Upstream mussten wiederholt übertragen werden. Der Durchschnitt in Nordamerika liegt bei 0,1 Prozent, weltweit unter 1 Prozent.

Daher schlagen die Forscher vor, mehrere kleine Dateien in einem Cloud-Proxy zusammenzufassen und gemeinsam zu übertragen, um den Protokoll-Overhead zu reduzieren. Zudem sollte der Socket-Buffer auf Serverseite vergrößert werden, um Downloads von mobilen Endgeräten aus zu beschleunigen. Diese Idee ist nicht neu und wird beispielsweise von Opera bei Opera Mini und Opera Turbo genutzt.

Stromsparfunktionen von 3G-Modems sind ineffizient

Als zweites Problemfeld nennen die Forscher die Stromsparfunktionen der 3G-Modems. Nach einer gewissen Zeit der Inaktivität schalten die Modems in einen Schlafzustand, um den Akku zu schonen. Das aber dauert viel länger als nötig, meinen die Forscher. Zwar gebe es große Unterschiede zwischen den einzelnen Nutzern, doch würden 95 Prozent aller Pakete maximal 4,5 Sekunden nach dem vorhergehenden übertragen, so dass die Modems schon nach 4,5 Sekunden in den Schlafmodus schalten könnten. Tatsächlich aber wird bis zu 17 Sekunden gewartet und dadurch der Akku unnötig belastet.

Wüsste man von vornherein, wann das nächste Paket ausgetauscht wird, ließe sich die Leistungsaufnahme der 3G-Modems um bis zu 60 Prozent reduzieren, haben die Forscher berechnet. Das sei praktisch nicht machbar, aber allein die Reduktion auf den genannten Zeitraum von 4,5 Sekunden verspreche eine Senkung der Leistungsaufnahme um 35 Prozent. Das sei recht viel, macht das Modem doch typischerweise rund ein Drittel der Gesamtleistungsaufnahme eines Smartphones aus.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (nur für Prime-Mitglieder)

b 02. Nov 2010

Gut, dass du es ansprichst! Kann der Mac von sich aus ohne Software umts-sticks...

afgdcgsfdgsfdgsfdg 02. Nov 2010

glaub ich auch aber ich höre auf meinem Smartphone ständig Webradio, und glaub das...

Fan91 02. Nov 2010

*lach*

R.I.P 02. Nov 2010

Naja, im WM 6.5 kann man ja schon einstellen, wie oft das Wetter App oder Emails ein...

windowsverabsch... 02. Nov 2010

Nach den ersten Tests von WP7-Händies zu schließen hat Microsoft da tatsächlich...


Folgen Sie uns
       


Blackberry Key2 - Test

Das Blackberry Key2 überzeugte uns nicht im Test - trotz guter Tastatur.

Blackberry Key2 - Test Video aufrufen
Raumfahrt: Großbritannien will wieder in den Weltraum
Raumfahrt
Großbritannien will wieder in den Weltraum

Die Briten wollen eigene Raketen bauen und von Großbritannien aus starten. Ein Teil des Geldes dafür kommt auch von Investoren und staatlichen Investitionsfonds aus Deutschland.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Esa Sonnensystemforschung ohne Plutonium
  2. Jaxa Japanische Sonde Hayabusa 2 erreicht den Asteroiden Ryugu
  3. Mission Horizons @Astro_Alex fliegt wieder

KI in der Medizin: Keine Angst vor Dr. Future
KI in der Medizin
Keine Angst vor Dr. Future

Mit Hilfe künstlicher Intelligenz können schwer erkennbare Krankheiten früher diagnostiziert und behandelt werden, doch bei Patienten löst die Technik oft Unbehagen aus. Und das ist nicht das einzige Problem.
Ein Bericht von Tim Kröplin

  1. KI Mit Machine Learning neue chemische Reaktionen herausfinden
  2. Elon Musk und Deepmind-Gründer Keine Maschine soll über menschliches Leben entscheiden
  3. Medizintechnik Künstliche Intelligenz erschnüffelt Krankheiten

Automatisiertes Fahren: Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau
Automatisiertes Fahren
Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau

Der Staupilot im neuen Audi A8 soll der erste Schritt auf dem Weg zum hochautomatisierten Fahren sein. Doch die Verhandlungen darüber, was solche Autos können müssen, sind sehr kompliziert. Und die Tests stellen Audi vor große Herausforderungen.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Nach tödlichem Unfall Uber entlässt 100 Testfahrer für autonome Autos
  2. Autonomes Fahren Daimler und Bosch testen fahrerlose Flotte im Silicon Valley
  3. Kooperationen vereinbart Deutschland setzt beim Auto der Zukunft auf China

    •  /