Bibliotheken: Fusion von KDE und Qt?

Schumacher schlägt vor(öffnet im neuen Fenster) , alle KDE-Bibliotheken, zugehörige Supportbibliotheken und Plattformmodule in Nokias Qt zu integrieren. Damit sollten die Redundanzen zwischen Qt und dem darauf basierenden KDE eliminiert und ein einzelnes, einheitliches Paket an Schnittstellen geschaffen werden. So soll die enge Integration und Konsistenz von KDE und seinen Applikationen mit der Einfachheit und Portierbarkeit von Qt verbunden werden.
Der Vorschlag wurde am Wochenende heftig diskutiert. Einige Kritikpunkte hatte Schumacher bereits vorhergesehen und geschrieben: "Ich weiß, was ihr denkt ('Schwachsinn', 'nein', 'KDE 5', 'unmöglich', 'Herrschaft', 'Binärkompatibilität', 'Nokia', 'unmöglich' ...), aber wenn man das alles für einen Moment zur Seite legt und versucht, groß zu denken, wäre das nicht eine wundervolle Antwort für alle Probleme, die wir mit kdelibs haben?"
Schumacher räumte ein, dass ein solches Vorhaben viel Arbeit und große Änderungen bedeutet, viel Zeit kostet und vermutlich zu Qt5 und KDE 5 führen muss. Zugleich müsste sich die Art und Weise, wie Qt entwickelt wird, grundlegend verändern, denn bislang entscheidet Nokia allein über die Zukunft von Qt.
KDE könne durch einen solchen Schritt viel gewinnen, meint Schumacher. Schon heute gebe es deutlich mehr Qt-Entwickler als KDE-Entwickler, und mit Nokias Plänen, Qt zu seiner zentralen Entwicklungsplattform zu machen, dürfte die Zahl der Qt-Entwickler noch deutlich zunehmen. Durch eine Fusion von Qt und KDE würden alle Qt-Entwickler zugleich zu KDE-Entwicklern.
In der Diskussion um Schumachers Vorschlag wurden Positionen von voller Zustimmung bis hin zu kompletter Ablehnung der Idee vertreten. Mark Kretschmann eröffnete einen zweiten Diskussionsfaden(öffnet im neuen Fenster) , um das Thema mit etwas mehr Ruhe zu diskutieren.



