Abo
  • Services:

Document Foundation

Das Projekt Openoffice.org zerbricht

Viele deutsche Helfer von Openoffice.org haben ihren Rückzug aus dem Projekt Openoffice.org angekündigt, darunter auch die beiden Projektleiter der deutschen Sprachversion, Marko Moeller und Jacqueline Rahemipour.

Artikel veröffentlicht am ,

Die Gründung der Document Foundation hat direkte Folgen für das Projekt Openoffice.org in Deutschland: Über 30 der freiwilligen Helfer der deutschen Sektion kündigten ihren Rückzug aus dem Projekt Openoffice.org an, darunter die beiden Co-Leads Marko Moeller und Jacqueline Rahemipour sowie der komplette Vorstand des Vereins Openoffice.org Deutschland. Neben Rahemipour sind das Thomas Krumbein und Florian Effenberger. Krumbein kümmerte sich im Projekt um Marketing, Effenberger machte die Pressearbeit für Openoffice.org in Deutschland. Auch Markus Gommel, Kassenwart des Vereins, kehrt Openoffice.org den Rücken, ebenso Kassenprüfer Bernhard Rückgauer und André Schnabel, Aufsichtsrat des Vereins. Mit Erich Christian, Friedrich Strohmaier, Jens Nürnberger und Uwe Richter verlassen auch Unterstützer des Projekts PrOOo-Box das Projekt.

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Stuttgart
  2. CSL Behring GmbH, Marburg, Hattersheim am Main

Zwar habe die Zusammenarbeit zwischen den freiwilligen Helfern und dem Hauptsponsor Oracle beziehungsweise Sun in vielen Bereichen gut funktioniert, doch "aller Zusammenarbeit und dem gemeinsamen Finden von Lösungen [seien] manchmal Grenzen gesetzt", heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme der nun ehemaligen Openoffice.org-Unterstützer. Probleme seien vor allem dort aufgetreten, "wo sich Ideen zur Weiterentwicklung der Arbeitsplattform, des Designs oder des Marketings nicht mit den Vorstellungen des Hauptsponsors decken oder aber einfach nicht angegangen oder umgesetzt werden können, weil derjenige keine Entscheidung trifft, der dazu (rechtlich) in der Lage wäre". Das habe immer wieder zu unnötigen Missverständnissen und Diskussionen geführt.

"Um diese Grenzen zu durchbrechen, muss sich das Projekt weiterentwickeln und benötigt eine unabhängige Instanz - eine Foundation", wird die Gründung der Document Foundation begründet. "Die offizielle Antwort Oracles auf die Ankündigung der Document Foundation war eindeutig - Oracle wird Openoffice.org so wie bisher weiterführen." Doch genau das eben wollen die ehemaligen Openoffice.org-Unterstützer nicht. Ihnen reicht es nicht, "wie bisher weiterzuarbeiten".

Daraus ergebe sich tatsächlich ein Interessenkonflikt für Communitymitglieder in verantwortlichen Postionen von Openoffice.org, die sich zugleich in der Document Foundation engagieren. Mit dieser Argumentation wurden zuvor Mitglieder der Document Foundation aufgefordert, das Community Council (CC), das Leitungsgremium des Projekts Openoffice.org, zu verlassen.

Oracle mache unterdessen keine Bestrebungen, in Sachen Projektorganisation und -führung auf Kritik einzugehen. Daher sehe man im Projekt keine realistische Möglichkeit, solche Änderungen umzusetzen und engagiere sich deshalb in der Document Foundation, heißt es in der Abschiedsmail weiter: "Wir wollen eine Änderung, um der Community und der von ihr betreuten Software die Chance zur Entfaltung zu geben. Aus diesem Grund werden wir uns in Zukunft für die Document Foundation engagieren und in diesem Rahmen Libreoffice gemeinsam entwickeln und fördern. Natürlich hoffen wir, dass uns viele auf diesem Weg begleiten, den wir selbst bestimmen".



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)
  2. 5€ inkl. FSK-18-Versand
  3. (u. a. ES Blu-ray 10,83€, Die nackte Kanone Blu-ray-Box-Set 14,99€)

zander76 08. Nov 2010

Ich weiß nicht ob es nur mir so geht, aber mich würde schon dringend interessieren, was...

ghj 03. Nov 2010

go-oo war aber wie prOObox weniger ein echter Fork als eine sammlung von Extensions und...

martin7 03. Nov 2010

Nein. ? KOmmt drauf an. Erstens darauf wie Du das "schlechter" misst, denn es gibt...

scient 02. Nov 2010

Es geht hier nur um ein Produkt - nicht um ein Unternehmen. Selbst den schnöseligsten...

Semantic Failure 02. Nov 2010

Also - erstens ist es für Unternehmen produktiver nicht jedes Jahr eine neue Office...


Folgen Sie uns
       


Royole Flexpai - Hands on (CES 2019)

Das Flexpai von Royole ist das erste kommerziell erhältliche Smartphone mit faltbarem Display. Ein erster Kurztest des Gerätes zeigt, dass es noch einige Probleme mit der Software hat.

Royole Flexpai - Hands on (CES 2019) Video aufrufen
Schwerlastverkehr: Oberleitung - aber richtig!
Schwerlastverkehr
Oberleitung - aber richtig!

Der Schwerlast- und Lieferverkehr soll stärker elektrifiziert werden. Dafür sollen kilometerweise Oberleitungen entstehen. Dass Geld auf diese Weise in LKW statt in die Bahn zu stecken, ist aber völlig irrsinnig!
Ein IMHO von Sebastian Grüner

  1. Elektromobilität Toyota und Panasonic wollen Akkus für Elektroautos bauen
  2. Ducati-Chef Die Zukunft des Motorrads ist elektrisch
  3. Softwarefehler Lime-Tretroller werfen Fahrer ab

Kaufberatung: Den richtigen echt kabellosen Bluetooth-Hörstöpsel finden
Kaufberatung
Den richtigen echt kabellosen Bluetooth-Hörstöpsel finden

Wer sie einmal benutzt hat, möchte sie nicht mehr missen: sogenannte True Wireless In-Ears. Wir erklären auf Basis unserer Tests, was beim Kauf von Bluetooth-Hörstöpseln beachtet werden sollte.
Von Ingo Pakalski

  1. Nuraphone im Test Kopfhörer mit eingebautem Hörtest und Spitzenklang
  2. Patent angemeldet Dyson soll Kopfhörer mit Luftreiniger planen

Schwer ausnutzbar: Die ungefixten Sicherheitslücken
Schwer ausnutzbar
Die ungefixten Sicherheitslücken

Sicherheitslücken wie Spectre, Rowhammer und Heist lassen sich kaum vollständig beheben, ohne gravierende Performance-Einbußen zu akzeptieren. Daher bleiben sie ungefixt. Trotzdem werden sie bisher kaum ausgenutzt.
Von Hanno Böck

  1. Sicherheitslücken Bauarbeitern die Maschinen weghacken
  2. Kilswitch und Apass US-Soldaten nutzten Apps mit fatalen Sicherheitslücken
  3. Sicherheitslücke Kundendaten von IPC-Computer kopiert

    •  /