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Böswillige Mitteilungen

Troll zu 18 Wochen Gefängnis verurteilt

Ein arbeitsloser Mann, der sich vor seinen Nachbarn damit gebrüstet hatte, ein Internettroll zu sein, ist zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Der Brite hatte auf Facebook-Seiten Verstorbener sein Unwesen getrieben.

Artikel veröffentlicht am ,
Manchester Magistrates Court
Manchester Magistrates Court

Ein 36-jähriger Mann aus Manchester, der Angehörige Verstorbener im Internet provoziert hatte, ist wegen der "Verbreitung böswilliger Mitteilungen" zu 18 Wochen Haft verurteilt worden. Das berichtet die Tageszeitung Manchester Evening News. Der arbeitslose Colm Coss aus Ardwick in Manchester hatte sich selbst als Internettroll bezeichnet.

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Coss hatte seine Äußerungen zumeist auf Facebook-Seiten Verstorbener hinterlassen. Zu seinen Opfern gehörten die Angehörigen von Jade Goody, die an der britischen Reality-TV-Serie Big Brother teilnahm und im Jahr 2009 an Krebs verstorben war, und Johannes Paul Massey, ein Junge aus Liverpool, der von einem Hund zerfleischt wurde.

Aufmerksamkeit erlangen

In Internetforen sind Trolle aktiv, um dort Menschen zu provozieren und um Aufmerksamkeit zu erlangen, die sie im wirklichen Leben nicht erhalten. Der eine Typus leidet unter einer Störung, die im Ausbreiten von Fäkalausdrücken und extremer Obszönitäten vor einem möglichst großen Publikum ausgelebt wird. Andere möchten cool und witzig sein, sind aber unfähig, Polemik oder Ironie zu übermitteln. Weitere sind Glaubenskrieger, die speziell bei nebensächlichen Fragen ihre Überzeugung anderen aufzwingen wollen, denen sie dabei meist jedes Menschenrecht absprechen. Üblich ist dabei auch, die eigenen Beiträge unter wechselnden Pseudonymen positiv zu kommentieren. Alle haben gemeinsam, dass sie zutiefst davon überzeugt sind, das absolute Recht dazu zu haben.

Coss hatte auf Facebook unter anderem erklärt, er hätte Sex mit den Leichnamen von Goody und Massey gehabt. "Wir wissen, dass Sie dies genossen haben, und dass es Ihnen nicht leidtut", begründete Pauline Salisbury, die Vorsitzende Richterin des Manchester Magistrates Court, das Urteil. Coss wurde nach dem Communications Act 2003 verurteilt, der das Verbreiten böswilliger Mitteilungen mit grob beleidigendem Inhalt unter Strafe stellt.

Briefe an Nachbarn

Coss wurde gefasst, weil er seinen Nachbarn Briefe mit seinem Foto geschickt hatte, in denen er sich selbst als Internettroll bezeichnete. Diese hatten die Schreiben der Polizei übergeben. Coss sei bei seiner Verhaftung geständig gewesen. Die Verteidigung versuchte, Coss' psychische Probleme strafmindernd geltend zu machen, wurde aber damit durchgängig abgewiesen.




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Tobias Claren 26. Jan 2011

Wie "autsch"? Ich hoffe doich nicht, dass jemand das ernst genommen hat? Man muss doch...

Tobias Claren 26. Jan 2011

Also hat er seine Daten wie die IP verschleiert (TOR...)? Was hat der aber genau gezeigt...

Tobias Claren 26. Jan 2011

Im Gegenteil, sie werden nicht nur symbolisch zu Märtyrern, sie werden sogar rechtlich...

Dave85 03. Nov 2010

An die Redaktion: Die Meinung der Richterin zum Urteil direkt hinter die Aussage des...

Kathrin 03. Nov 2010

"...Im wirklichen Leben nicht bekommen würden..." also ist das Internet nicht Teil des...


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