Abo
  • Services:

Böswillige Mitteilungen

Troll zu 18 Wochen Gefängnis verurteilt

Ein arbeitsloser Mann, der sich vor seinen Nachbarn damit gebrüstet hatte, ein Internettroll zu sein, ist zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Der Brite hatte auf Facebook-Seiten Verstorbener sein Unwesen getrieben.

Artikel veröffentlicht am ,
Manchester Magistrates Court
Manchester Magistrates Court

Ein 36-jähriger Mann aus Manchester, der Angehörige Verstorbener im Internet provoziert hatte, ist wegen der "Verbreitung böswilliger Mitteilungen" zu 18 Wochen Haft verurteilt worden. Das berichtet die Tageszeitung Manchester Evening News. Der arbeitslose Colm Coss aus Ardwick in Manchester hatte sich selbst als Internettroll bezeichnet.

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Leonberg
  2. Hays AG, Frankfurt

Coss hatte seine Äußerungen zumeist auf Facebook-Seiten Verstorbener hinterlassen. Zu seinen Opfern gehörten die Angehörigen von Jade Goody, die an der britischen Reality-TV-Serie Big Brother teilnahm und im Jahr 2009 an Krebs verstorben war, und Johannes Paul Massey, ein Junge aus Liverpool, der von einem Hund zerfleischt wurde.

Aufmerksamkeit erlangen

In Internetforen sind Trolle aktiv, um dort Menschen zu provozieren und um Aufmerksamkeit zu erlangen, die sie im wirklichen Leben nicht erhalten. Der eine Typus leidet unter einer Störung, die im Ausbreiten von Fäkalausdrücken und extremer Obszönitäten vor einem möglichst großen Publikum ausgelebt wird. Andere möchten cool und witzig sein, sind aber unfähig, Polemik oder Ironie zu übermitteln. Weitere sind Glaubenskrieger, die speziell bei nebensächlichen Fragen ihre Überzeugung anderen aufzwingen wollen, denen sie dabei meist jedes Menschenrecht absprechen. Üblich ist dabei auch, die eigenen Beiträge unter wechselnden Pseudonymen positiv zu kommentieren. Alle haben gemeinsam, dass sie zutiefst davon überzeugt sind, das absolute Recht dazu zu haben.

Coss hatte auf Facebook unter anderem erklärt, er hätte Sex mit den Leichnamen von Goody und Massey gehabt. "Wir wissen, dass Sie dies genossen haben, und dass es Ihnen nicht leidtut", begründete Pauline Salisbury, die Vorsitzende Richterin des Manchester Magistrates Court, das Urteil. Coss wurde nach dem Communications Act 2003 verurteilt, der das Verbreiten böswilliger Mitteilungen mit grob beleidigendem Inhalt unter Strafe stellt.

Briefe an Nachbarn

Coss wurde gefasst, weil er seinen Nachbarn Briefe mit seinem Foto geschickt hatte, in denen er sich selbst als Internettroll bezeichnete. Diese hatten die Schreiben der Polizei übergeben. Coss sei bei seiner Verhaftung geständig gewesen. Die Verteidigung versuchte, Coss' psychische Probleme strafmindernd geltend zu machen, wurde aber damit durchgängig abgewiesen.




Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 127,85€ + Versand
  2. bei Alternate.de
  3. für 147,99€ statt 259,94€
  4. 229,90€ + 5,99€ Versand

Tobias Claren 26. Jan 2011

Wie "autsch"? Ich hoffe doich nicht, dass jemand das ernst genommen hat? Man muss doch...

Tobias Claren 26. Jan 2011

Also hat er seine Daten wie die IP verschleiert (TOR...)? Was hat der aber genau gezeigt...

Tobias Claren 26. Jan 2011

Im Gegenteil, sie werden nicht nur symbolisch zu Märtyrern, sie werden sogar rechtlich...

Dave85 03. Nov 2010

An die Redaktion: Die Meinung der Richterin zum Urteil direkt hinter die Aussage des...

Kathrin 03. Nov 2010

"...Im wirklichen Leben nicht bekommen würden..." also ist das Internet nicht Teil des...


Folgen Sie uns
       


Hyundai Ioniq - Test

Wir sind den elektrisch angetriebenen Hyundai Ioniq ausgiebig Probe gefahren.

Hyundai Ioniq - Test Video aufrufen
Dell XPS 13 (9370) im Test: Sehr gut ist nicht besser
Dell XPS 13 (9370) im Test
Sehr gut ist nicht besser

Mit dem XPS 13 (9370) hat Dell sein bisher exzellentes Ultrabook in nahezu allen Bereichen überarbeitet - und es teilweise verschlechtert. Der Akku etwa ist kleiner, das spiegelnde Display nervt. Dafür überzeugen die USB-C-Ports, die Kühlung sowie die Tastatur, und die Webcam wurde sinnvoller.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Ultrabook Dell hat das XPS 13 ruiniert
  2. XPS 13 (9370) Dells Ultrabook wird dünner und läuft kürzer
  3. Ultrabook Dell aktualisiert XPS 13 mit Quadcore-Chip

HP Z2 Mini Workstation G3 im Test: Leises Rauschen hinterm Monitor
HP Z2 Mini Workstation G3 im Test
Leises Rauschen hinterm Monitor

Unterm Tisch, auf dem Tisch oder hinter den Bildschirm geklemmt: HPs Z2 Mini Workstation ist ein potentes, wenn auch nicht gerade sehr preiswertes Komplettsystem. Den Preis ist der PC aber wert, denn er ist leise, modular und kann einfach gewartet werden. Der Admin dankt!
Ein Test von Oliver Nickel

  1. HP Pavilion Gaming Hardware für Gamer, die sich Omen nicht leisten wollen
  2. Chromebook x2 HP präsentiert Chrome-OS-Detachable mit Stift
  3. Laserjet Pro M15w und M28w HPs Laserdrucker schrumpfen auf 34 Zentimeter Länge

Datenschutz: Der Nutzer ist willig, doch die AGB sind schwach
Datenschutz
Der Nutzer ist willig, doch die AGB sind schwach

Verbraucher verstehen die Texte oft nicht wirklich, in denen Unternehmen erklären, wie ihre Daten verarbeitet werden. Datenschutzexperten und -forscher suchen daher nach praktikablen Lösungen.
Ein Bericht von Christiane Schulzki-Haddouti

  1. Soziales Netzwerk Facebook will in Deutschland Vertrauen wiedergewinnen
  2. Denial of Service Facebook löscht Cybercrime-Gruppen mit 300.000 Mitgliedern
  3. Vor Anhörungen Zuckerberg nimmt alle Schuld auf sich

    •  /