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Autonomes Fahren: Italienische Roboterautos erreichen Schanghai

Autonomes Fahren

Italienische Roboterautos erreichen Schanghai

Das italienische Team, das mit zwei autonom agierenden Autos von Italien nach China fahren wollte, ist wohlbehalten in Schanghai angekommen. Auf der 13.000 Kilometer langen Strecke mussten die Menschen nur selten eingreifen.

Die beiden italienischen Roboterautos, die im Juli in Mailand gestartet waren, sind in Schanghai angekommen. Die Autos haben in vier Monaten eine Strecke von 13.000 km weitgehend ohne menschliches Eingreifen zurückgelegt.

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Autonome Autos

Die Initiatoren des Projekts, ein Team der Universität Parma, hatten für die Vislab Intercontinental Autonomous Challenge (Viac) zwei elektrisch betriebene Lieferwagen des italienischen Herstellers Piaggio für autonomes Fahren umgerüstet: Stereokameras in der Frontscheibe und auf dem Dachgepäckträger sorgten für die Sicht nach vorne und hinten. Anhand der Kamerabilder erkannte der Steuerungsrechner beispielsweise die Geländeneigung und Straßenmarkierungen, an denen sich das Fahrzeug orientiert hat.

Zur Erfassung von Hindernissen wie Autos oder Fußgänger dienen drei Laserscanner an der Stoßstange. Ein weiterer Laserscanner über der Frontscheibe wurde für die Fahrten auf unbefestigten Straßen benötigt. Da diese keine Markierungen haben, brauchte das Auto andere Orientierungsmarken. Der Laserscanner erkennt das Bankett, Fahrspuren oder Schlaglöcher. Eine Navigationseinheit mit GPS-Empfänger und Trägheitssensor sowie ein Funkgerät wurden auf dem Dach montiert.

Gobi und Große Mauer

Die Italiener fuhren über Wien, Warschau und Minsk nach Moskau. Von dort ging es weiter über Kasachstan nach China. Durch die Wüste Gobi und an der Großen Mauer entlang fuhren sie nach Schanghai, wo sie kurz vor dem Ende der Weltausstellung eintrafen. Das war beabsichtigt: Startpunkt der Fahrt war Mailand, wo die übernächste Weltausstellung im Jahr 2015 stattfinden wird.

  • Der Roboter-Piaggo. Über der Frontschreibe sitzen Kameras und ein Laserscanner; die anderen Laserscanner befinden sich in Höhe der Stoßstange (Foto: Vislab)
  • Zwei Stereokameras für die Sicht nach hinten (Foto: Vislab)
  • Auf dem Dach befinden sich die Solarzellen, die die Bordelektronik mit Strom versorgen, und die Navigationseinheit (Foto: Vislab)
  • Fahren im Konvoi - von Mailand nach Shanghai (Foto: Vislab)
  • Der Start... (Foto: Vislab)
  • ...auf dem Platz vor dem Mailänder Dom (Foto: Vislab)
Der Roboter-Piaggo. Über der Frontschreibe sitzen Kameras und ein Laserscanner; die anderen Laserscanner befinden sich in Höhe der Stoßstange (Foto: Vislab)

Die Fortbewegung scheint eher mühsam gewesen zu sein: Die Autos fuhren gerade mal vier Stunden am Tag, dann mussten die Akkus wieder geladen werden. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei etwa 60 km/h. Mehr dürfte auf den unbefestigten Straßen ohnehin nicht möglich gewesen sein - und davon gibt es zwischen Moskau und Schanghai genug.

Anhalter in Moskau

Projektleiter Alberto Broggi war zufrieden mit dem Ergebnis: "Wir mussten nur bei wenigen Gelegenheiten eingreifen, etwa in einem Stau in Moskau und bei Mautstationen", sagte er dem US-Fernsehsender CNN. In der Peripherie der russischen Hauptstadt hätten sie sogar Anhalter mitgenommen.

Die Wissenschaftler des Artificial Vision and Intelligent Systems Laboratory (Vislab) an der Universität Parma hatten bereits Erfahrung mit der Entwicklung der autonomen Fahrzeuge: Sie hatten an zwei von der Darpa ausgerichteten Roboterautowettbewerben teilgenommen, an der zweiten Grand Challenge 2005 und der Urban Challenge 2007. Sie planten schon ein neues Projekt für das Jahr 2012, sagte Broggi dem US-Sender. Was das ist, wollte er jedoch nicht verraten.


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Italienfreund 04. Nov 2010

Ich finde lustig, wie sich selbst der dümmste Deutsche "dem Italiener" überlegen fühlt...

klcvnxyöv 02. Nov 2010

ja klar, wie bei allen wichtigen Erfindungen der letzten - keine Ahnung - 2000 Jahre...

Schoguhn 30. Okt 2010

Vielleicht könnte man sich mal auf eine der folgenden 3 Lösungen einigen (und zwar für...



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