Pandaboard mit Cortex-A9: Günstige Entwicklerplattform mit Dual-Core-CPU von ARM

Anders als bisher vermutet wurde, unterstützt Texas Instruments nun doch selbst das Pandaboard. Der Chiphersteller stellt die Vorzüge der Entwicklungsplattform dazu auch in einem Video vor. Offenbar will TI damit die Akzeptanz des OMAP4430 vorantreiben: Er ist eines der ersten SoCs auf Basis von ARMs Cortex-A9 , dessen beide Kerne auf dem Beagleboard mit bis zu 1 GHz arbeiten.

Mit 1 GByte Low-Power DDR2 ist das Board viel üppiger ausgestattet als die meisten aktuellen Smartphones, was für eine Entwicklungsumgebung aber nicht unüblich ist. Über einen SD-Slot lassen sich Speicherkarten direkt verwenden. Fast-Ethernet ist ebenso vorhanden wie WLAN-n und Bluetooth 2.1. Die beiden USB-Anschlüsse lassen sich für Eingabegeräte oder als Host verwenden, ein weiterer beherrscht auch OTG.



Zwei Displays lassen sich parallel betreiben, dafür gibt es sowohl HDMI 1.3 als auch DVI-D, was aber über einen HDMI-Port nur per Adapter erreicht wird. Besonders für mobile Videoanwendungen scheint das Pandaboard interessant, denn es beherrscht HD-Aufnahmen und Wiedergaben bis 1080p30 und Open GL ES 2.0. Die Leistung dürfte auch für 1080i50 reichen, was bei TV-Ausstrahlungen am häufigsten verwendet wird.
Texas Instruments hofft, dass sich rund um das Pandaboard eine Community entwickelt. Deren Projekte sollen auf omappedia.org(öffnet im neuen Fenster) dokumentiert werden. Dort finden sich auch andere Entwicklungsplattformen wie die Handyplattform Blaze(öffnet im neuen Fenster) . Verkauft wird das Pandaboard vom US-Anbieter Digikey(öffnet im neuen Fenster) , der auch weltweit liefert. Es kostet ohne Steuern und Versandkosten 174 US-Dollar und ist damit nur rund 20 Dollar teurer als das beliebte, aber mit Single-Core langsamere Beagleboard .