Weltraumroboter: Der Countdown läuft für den Robonaut
Am 1. November 2010 macht sich der Robonaut 2 (R2) auf den Weg zur Internationalen Raumstation (ISS). Ursprünglich war der Flug ins All bereits für September anberaumt.
Goldener Kopf, verspiegeltes Gesicht
Der R2 ist ein humanoider Roboter , den die US-Raumfahrtbehörde Nasa zusammen mit dem Automobilhersteller General Motors (GM) entwickelt hat. Der Roboter gleicht mit seinem goldfarbenen Kopf mit dem verspiegelten Gesicht und dem weißen Körper einem Astronauten. Sein Torso mit den zwei Armen ist dem eines Menschen nachempfunden. Derzeit kann er allerdings stationär eingesetzt werden, da sein Oberkörper auf einem Ständer sitzt. Allerdings soll R2 in Zukunft ein Chassis bekommen, das ihm die Fortbewegung ermöglicht.

R2 ist dazu gedacht, Menschen bei der Arbeit zur Hand zu gehen. Mit seinen Händen kann er ganz geschickt agieren: Er kann beispielsweise Gefäße öffnen und sogar schreiben. Jeder seiner Arme ist stark genug, um rund 10 kg zu stemmen. Sein Arbeitsgebiet wird allerdings nicht nur der Weltraum sein: GM plant, ihn künftig auch bei der Autoproduktion einzusetzen.
Bewährungsprobe im Weltraum
Auf der ISS soll sich der Robonaut zunächst unter Weltraumbedingungen bewähren. Das bedeutet, die Wissenschaftler sehen, wie er sich in der Schwerelosigkeit und im Vakuum verhält und wie er mit Vibrationen, der Strahlung und der elektromagnetischen Störbeeinflussung klarkommt. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu dienen, den Roboter weiterzuentwickeln, etwa Teile auszutauschen oder neue zu konstruieren.
Die neuen Teile sollen dann kommende Raummissionen mit zur ISS nehmen. Dazu wird irgendwann auch ein Untersatz zur Fortbewegung gehören sowie ein Raumanzug, damit R2 auch außerhalb der ISS agieren kann.
Tschüss, Spaceshuttle!
Am kommenden Montag wird R2 an Bord der Raumfähre Discovery zur ISS fliegen. Es wird der 133. Flug eines Spaceshuttles und der letzte der Discovery. STS-133 sollte auch die letzte Spaceshuttle-Mission überhaupt werden. Die Nasa hat jedoch noch einen weiteren Flug genehmigt. Möglicherweise wird es im Juni kommenden Jahres auch noch STS-135 geben.
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