Cloud Computing: Microsoft erweitert Windows Azure

Seit dem kommerziellen Start von Windows Azure im Februar 2010 haben rund 20.000 Applikationen ihren Weg auf Microsofts Cloud-Plattform gefunden. Mit den Pixar Animation Studios kann Microsoft zudem einen Prominenten neuen Kunden begrüßen. Die Disney-Tochter will künftig Filme auf Microsofts Cloud-Servern rendern, um so Kosten für den Aufbau einer eigenen Infrastruktur zu sparen.
Mit Windows Azure Virtual Machine Role(öffnet im neuen Fenster) und Server Application Virtualization kündigte Microsoft zudem zwei neue Cloud-Angebote an: Mit Windows Azure Virtual Machine Role können Kunden eine Instanz des Windows Server 2008 R2 auf Microsofts Cloud-Servern laufen lassen. Die Server Application Virtualization erlauben es, Applikationsimages in die Cloud zu verschieben und die Verwaltungsfunktionen von Windows Azure zu nutzen.
Ebenfalls neu ist das Windows Azure Appfabric Composition Model, mit dem sich Dienste schneller zusammenstellen lassen sollen. Der Windows Azure Marketplace soll Entwickler und Kunden zusammenbringen. Dazu zählt auch der neue Datamarket (vormals Project Dallas), der demografische Daten ebenso wie Finanz- und Landkartendaten sowie Daten im Bereich Unterhaltung bietet. Derzeit können über den Datamarket Datenabonnements von 35 Anbietern abgeschlossen werden.
Mit der Extra Small Windows Azure Instance bietet Microsoft zudem eine besonders günstige Azure-Instanz an, die vor allem zu Entwicklungs- und Testzwecken gedacht ist. Sie kostet nur 5 US-Cent pro Stunde.
Für 2011 kündigte Microsoft zusätzliche Erweiterungen(öffnet im neuen Fenster) an: So soll das Windows Azure CDN um Dynamic Content Caching erweitert werden, um Inhalte einer Windows-Azure-Applikation zwischenzuspeichern. Zudem soll das Content Delivery Network (CDN) um SSL-Unterstützung erweitert werden und zusätzlich Knoten im Nahen Osten, den USA und Brasilien erhalten. Zudem soll es künftig möglich sein, virtuelle Images für das Role-Directly in der Cloud zu konfigurieren und zu erzeugen. Darüber hinaus ist Unterstützung für Windows Server 2003 und Windows Server 2008 SP2 geplant.
Die Java-Unterstützung von Windows Azure will Microsoft deutlich verbessern und Azure so zu einer erstklassigen Plattform für Java-Applikationen machen. Dabei sollen die Geschwindigkeit von Java gesteigert und Eclipse-Werkzeuge sowie Clientbibliotheken für Windows Azure bereitgestellt werden.



