Gstreamer: Beschleunigter Kern für mobile Geräte
Die für das nächste Jahr eingeplanten Änderungen sollen das Multimedia-Framework Gstreamer(öffnet im neuen Fenster) nicht nur für den Einsatz auf mobilen Geräten verbessern, kündigte Wim Taymans auf der ersten Gstreamer-Konferenz in Cambridge, Großbritannien(öffnet im neuen Fenster) an. Eines der größten ausstehenden Probleme sei die unfertige Implementierung erweiterbarer gepufferter Metadaten. In der gegenwärtigen Version 0.10 können den weitergereichten Metadaten keine neuen Informationen hinzugefügt werden, etwa Zeiger zu mehrfachen Videoebenen. Zudem kann Gstreamer Pufferdaten auf GPU- oder DSP-Chips nur unzureichend abbilden.
Zwar können Pipelines zwischen Plugins in der aktuellen Version einigermaßen dynamisch verändert werden, allerdings verlieren Applikation dabei oftmals den Takt oder die Synchronisierung. Da der eigentliche Datenstrom nur schwer zu manipulieren ist, können die Applikationen diese Fehler nicht mehr korrigieren. Zudem enthält der Gstreamer-Code immer mehr veraltete APIs.
In den nächsten Wochen planen die Entwickler um Taymans, zunächst den Gstreamer-Kern zu beschleunigen. Gleichzeitig sollen die Plugins verbessert werden. Dazu wollen die Entwickler beispielsweise Locks in gemeinsamen Datenstrukturen entfernen.
Später will Taymans Vorschläge dazu sammeln, wie die bereits erkannten Probleme beseitigt werden können. In einzelnen Git-Zweigen soll dann experimentiert werden können, etwa um die Probleme mit erweiterbaren gepufferten Metadaten zu beseitigen.
Akzeptierte Codeänderungen sollen in einem Entwicklungszweig mit der Versionsnummer 0.11 landen. Danach sollen zunächst die Plugins, später einzelne Applikationen auf Version 0.11 portiert werden. Gegen Ende des Jahres 2011 soll der Code als Version 1.0 erscheinen.
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