E-Paper: Liquavista baut biegsames Display

Das niederländische Unternehmen Liquavista hat den Prototyp eines flexiblen Displays vorgeführt. Das elektronische Papier sitzt auf einem biegsamen Trägermaterial und arbeitet auch, wenn es gebogen wird.
Die Philips-Ausgründung hat ein eigenes elektronisches Papier entwickelt, das auf einer Technik namens Electrowetting beruht. Philips hat eine Membran entwickelt, deren Verhalten sich gegenüber Flüssigkeiten durch das Anlegen einer elektrischen Spannung verändert. Auf der Membran befindet sich eine Schicht eines farbigen Öls, darüber eine Schicht Wasser. Wird eine elektrische Spannung angelegt, dann drängt das Wasser das Öl zu einem Tropfen zusammen. Dieser Tropfen bildet dann einen Bildpunkt.

Wie das E-Paper von E-Ink, das in den meisten E-Book-Readern eingesetzt wird, kommt auch das von Liquavista ohne Hintergrundbeleuchtung aus, braucht also wenig Strom. Dabei lassen sich Inhalte auch in hellen Umgebungen gut lesen. Die Technik von Liquavista ist der von E-Ink in einigen Belangen überlegen: Anfang des Jahres auf der CES hat Liquavista ein farbiges Display präsentiert . Zudem ist es reaktionsschneller, so dass es auch Videos darstellen kann.
Mit dem flexiblen Display habe das Unternehmen gezeigt, dass ein Display, welches auf der Electrowetting-Technik basiere, auf jedem Substrat gefertigt werden könne, nicht nur auf Glas, erklärte Technikchef Johan Feenstra.