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iPhone: Apple und Gemalto sollen an integrierter SIM-Karte arbeiten

Laut einem Medienbericht sollen Apple und Gemalto an einer neuartigen SIM-Karte arbeiten, die direkt in das iPhone integriert wird. Das Smartphone ließe sich so über den Apple App Store beim Mobilfunkbetreiber aktivieren.
/ Achim Sawall
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Apple und Gemalto arbeiten an einer integrierten SIM-Karte für das iPhone, mit dem sich das Smartphone über Apples App Store bei einem Mobilfunkbetreiber anmelden könnte. Das berichtet das Blog GigaOM(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf europäische Netzbetreiber. Apple und Gemalto haben den Bericht nicht kommentiert.

Die Gemalto-SIM für das iPhone soll demnach in einen Chipsatz eingebettet werden, der einen beschreibbaren Flashspeicher- und einen ROM-Bereich bietet. Im ROM-Bereich habe Gemalto Software für die Netzwerksicherheit vorinstalliert. Auf den Flashspeicher könnten die Daten des ausgewählten Netzbetreibers geschrieben werden. Diese Informationen würden bei der Anmeldung des iPhones über das Internet beim Netzbetreiber generiert und dann in den Flashspeicher geschrieben. Gemalto stelle Apple dann die Backend-Infrastruktur bereit, um die Vertragsdaten und die Rufnummernzuteilung über den Mobilfunknetzbetreiber zuzuordnen. Damit könnte der Mobilfunkprovider vom iPhone-Nutzer zum Beispiel auf Reisen flexibler ausgewählt werden, so GigaOM weiter.

Die Exklusivität des iPhones bei einem Netzbetreiber ist bereits in einigen europäischen Ländern aufgehoben. Seit dem 27. Oktober 2010 gibt es Apples iPhone in Deutschland nicht mehr nur exklusiv bei der Deutschen Telekom, sondern auch bei Telefonica O2 und Vodafone. Apple bietet das Gerät hierzulande selbst ohne Vertrag und Netlock in seinem Apple Store an.

Gemalto bezeichnet seine Subscriber Identity Modules selbst als intelligente Rechenchips für Mobiltelefone. Die SIM-Karten seien eher als Minicomputer mit einem eigenen Betriebssystem, Speicher und integrierten Sicherheitsfunktionen zu verstehen. Gemaltos SIM-Karten "können Informationen zu ihrem Speicher hinzufügen, löschen und verändern und Daten sowohl senden als auch empfangen", so das Unternehmen. Netzwerkbetreiber könnten mit SIM-Karten kommunizieren, Anwendungen herunterladen und sie mit Over-the-Air-Technik managen.

Nachtrag vom 29. Oktober 2010, 14:59 Uhr

Gemalto-Europa-Sprecherin Peggy Edoire sagte Golem.de, dass ihr Unternehmen den Bericht nicht kommentiere. Auch dazu, ob Gemalto fähig sei, ein solches SIM-Produkt herzustellen, hieß es: "Das kommentieren wir nicht."


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