Übernahme: Zenimax kauft Studio des Resident-Evil-Erfinders

Anfang 2010 hat Shinji Mikami in Tokio sein eigenes Entwicklerstudio Tango Gameworks(öffnet im neuen Fenster) gegründet, jetzt verkauft er an den amerikanischen Publisher Zenimax , zu dem auch id Software und Bethesda Softwarks gehören. Zenimax hatte Anfang Oktober 2010 eine Kapitalspritze in Höhe von 150 Millionen US-Dollar für Übernahmen bekommen - welche Summe für Tango fällig ist, ist nicht bekannt.

Shinji Mikami wird weiter bei Tango arbeiten. "Es ist schön, einen Publisher gefunden zu haben, der die Entwicklung von Blockbusterspielen versteht, unterstützt und alles dafür tut, um gemeinsam voranzukommen" , kommentierte Mikami. Bislang hat er keinen neuen Titel angekündigt - im Frühjahr 2010 hatte es lediglich vage Hinweise auf ein "Project Mikami" gegeben.
Mikami hat ab 1990 bei Capcom gearbeitet, er gilt vor allem als Vater der Horrorserie Resident Evil . Außerdem war er an der Entwicklung von Reihen wie Devil May Cry und Dino Crisis beteiligt. Der letzte veröffentlichte Titel, an dem er als Berater beteiligt war, ist das Mitte Oktober 2010 von Sega veröffentlichte Actionspiel Vanquish.
Zenimax gehört mehreren Investoren, vor allem Unternehmen und einigen illustren Personen aus der Medienbranche. Gesellschafter sind Firmen wie die deutsche ProSiebenSat.1 AG und CBS, im Aufsichtsrat sitzen unter anderem Hollywoodproduzent Jerry Bruckheimer und Robert S. Trump, Bruder des Immobilienunternehmers Donald Trump. Zuletzt hat der Publisher Fallout New Vegas veröffentlicht.