LG Electronics: Schwere Verluste in der Handysparte
LG Electronics hat im dritten Quartal einen massiven Gewinneinbruch hinnehmen müssen. Der südkoreanische Hersteller leidet unter Verlusten in seiner Handysparte und sinkender Nachfrage in den USA und Europa.
LG Electronics erzielte einen Gewinn von 7,57 Milliarden südkoreanischer Won (4,8 Millionen Euro). Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lag der Gewinn noch bei 911,3 Milliarden Won (586 Millionen Euro). Die Analysten hatten jedoch einen Verlust von 50,7 Milliarden Won (32,5 Millionen Euro) prognostiziert.
Operativ verzeichnete LG Electronics einen Verlust von 185,18 Milliarden Won (118,9 Millionen Euro). Hier wurde im Vorjahreszeitraum noch ein Plus von 851 Milliarden Won (546,7 Millionen Euro) verbucht. Der Umsatz fiel um 2,1 Prozent auf 13,43 Billionen Won (8,62 Milliarden Euro).
LG Electronics ist der drittgrößte Handyhersteller der Welt nach Nokia und Samsung Electronics. "Unsere Handysparte war die hauptsächliche Ursache der schwachen Performance im dritten Quartal", sagte ein Sprecher von LG Electronics. In dem Konzernbereich wurde ein operativer Verlust von über 300 Milliarden Won (192,7 Millionen Euro) angehäuft, mehr als im zweiten Quartal. Im dritten Quartal 2009 konnte der Mobiltelefonbereich noch einen Gewinn von 460 Milliarden Won (295,5 Millionen Euro) verbuchen.
Im Bereich Home Entertainment verzeichnete LG Electronics einen operativen Gewinn von 122,9 Milliarden Won (78,9 Millionen Euro), weil sich die TV-Geräte relativ gut verkauft hätten. Doch im Vorjahreszeitraum wurde bei Home Entertainment noch ein weitaus höherer operativer Gewinn von 227 Milliarden Won (145,8 Millionen Euro) erwirtschaftet. Das Unternehmen erklärte, es habe im dritten Quartal einen Rekord von 6,6 Millionen Flachbildfernsehern ausgeliefert.
Im September 2010 hatte sich LG Electronics kurzfristig von seinem Vorstandsvorsitzenden getrennt. Nam Yong habe schwere Managementfehler zu verantworten, die zu Verlusten in der Handysparte geführt hätten. Der Führungsposten ging mit Koo Bon-joon an ein Mitglied aus der Gründerfamilie.
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