Limewire: US-Gericht schließt Tauschbörse
Ein New Yorker Bezirksgericht hat die Schließung der Tauschbörse Limewire angeordnet. Das Unternehmen sei angewiesen worden, seinen Dienst einzustellen, schreibt Limewire-Chef George Searle auf der Website(öffnet im neuen Fenster) .
Urteil im Mai
Die Anordnung wurde gut ein halbes Jahr nach einem Urteil gegen die Tauschbörse erlassen. Im Mai hatte das Gericht befunden, dass Limewire selbst Urheberrechte verletzt sowie Nutzer zu Urheberrechtsverletzungen verleitet habe. Die zuständige Richterin Kimba Wood machte den Gründer der Tauschbörse, Mark Gorton, persönlich dafür haftbar, berichtet das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) .
2006 hatte der Verband der US-Musikindustrie, die Recording Industry Association of America (RIAA), gegen Limewire geklagt. Entsprechend begrüßte der Verband das Urteil. Im Januar will das Gericht laut RIAA in einem eigenen Verfahren feststellen, wie hoch der Schaden ist, der durch Limewire verursacht wurde.
Das Unternehmen bleibt
Die Verfügung des Gerichts bezieht sich laut Searle allerdings nur auf den Dienst, nicht aber auf das Unternehmen. Das werde weiter bestehen. Das Unternehmen sei fest entschlossen, weiterhin mit der Musikindustrie zusammenzuarbeiten, schreibt der Limewire-Chef.
Im Juni hatte das Unternehmen bekanntgegeben, die Tauschbörse in einen Musikabonnementdienst umwandeln zu wollen.



