Hauptsächlich defensiv: US-Luftwaffe veröffentlicht Cyberwar-Handbuch
Die US-Luftwaffe hat auf ihrer Webseite ein Handbuch zum Cyberwar veröffentlicht. Das 62seitige Handbuch mit dem Titel Cyberspace Operations: Air Force Doctrine Document 3-12(öffnet im neuen Fenster) stammt vom Juli dieses Jahres, wurde aber erst jetzt zugänglich gemacht.
Tipps für Cyberflügelleute
Das Handbuch ist gedacht als Anleitung für Luftwaffenangehörige. Diese lernen in den ersten Kapiteln zunächst die Grundlagen, etwa was Operationen im Cyberspace sind und welche Bedrohung von ihnen ausgeht. Daneben wird ihnen die Kommandostruktur beigebracht. Im dritten Kapitel schließlich schildert das Handbuch wie "die Operationen der US-Luftwaffe im Cyberspace aufgebaut, geplant, durchgeführt und bewertet" werden.
Im Anhang erhält der Leser noch eine Reihe nützlicher Hinweise, darunter den Hinweis, keine Anhänge von Mails unbekannter Herkunft zu öffnen sowie zu bedenken, dass er als "Cyberflügelmann" eine wichtige Rolle bei der digitalen Landesverteidigung spielt.
Eigene Systeme sichern
Bemerkenswerterweise beschäftigt sich das Handbuch hauptsächlich mit der Defensive, also damit, wie die eigenen Computer geschützt werden können. Experten empfehlen hochtechnisierten Staaten wie den USA ohnehin, sich eher auf den Schutz eigener Computer zu konzentrieren als darauf, Gegner über das Netz anzugreifen.
Allerdings kann es auch sein, dass sich das Air Force Cyber Command nicht in die Karten schauen lassen möchte und deshalb dieses Kapitel in einem Dokument, welches zur Veröffentlichung bestimmt ist, ausgespart hat.
Luftwaffe im Cyberwar
Die Air Force unterhält seit dem Jahr 2008 mit dem Air Force Cyber Command eine eigene Cyberwar-Einheit. Für den Schutz aller militärischen Computersysteme ist das 2009 eingerichtete United States Cyber Command zuständig.
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