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Durchbruch: Huawei vor 3-Milliarden-Auftrag in den USA

Nach diversen Niederlagen könnte Huawei endlich der Durchbruch auf dem US-Markt gelingen. Sprint Nextel prüft, einen Großauftrag an den chinesischen Konzern zu vergeben. Doch aus Geheimdienstkreisen kommen Warnungen.
/ Achim Sawall
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Huawei-Chef Ren Zhengfei
Huawei-Chef Ren Zhengfei

Der chinesische Konzern Huawei Technologies arbeitet weiter daran, einen Anteil auf dem US-Markt zu erobern. Die New York Times(öffnet im neuen Fenster) berichtet, dass Sprint Nextel, der drittgrößte Mobilfunkbetreiber des Landes, in Kürze Netzwerkausrüstung für 3 Milliarden US-Dollar bestellen wolle. Der aussichtsreichste Kandidat für den Großauftrag sei Huawei.

Die US-Regierung lässt den Ausrüster bisher aus Sicherheitserwägungen kaum auf den einheimischen Markt. Im Kongress der Vereinigten Staaten und in Geheimdienstkreisen habe eine mögliche Auftragsvergabe an Huawei durch Sprint Nextel bereits zu Besorgnis geführt, so die Zeitung. Huawei werden Verbindungen ins chinesische Militär vorgeworfen. Das Unternehmen mit 96.000 Beschäftigten betont dagegen, keine machtpolitischen Verbindungen zur Regierung seines Landes zu unterhalten. "Huawei hat nie in irgendeinem Land für militärische Zwecke Technologien erforscht, entwickelt, hergestellt oder verkauft", sagte Firmensprecher Ross Gan.

Der einflussreiche US-Senator Joseph Lieberman hatte sich in der letzten Woche an Julius Genachowski, den Chef der Kommunikationsbehörde Federal Communications Commission gewandt, und davor gewarnt, dass die chinesische Regierung über Huawei Zugriff auf die Kommunikationsnetzwerke der USA bekäme und beliebig Telefonate und elektronische Nachrichten stören oder abfangen könne.

Huawei lässt sich den Versuch, auf dem US-Markt Fuß zu fassen, einiges kosten. Als einen lokalen Repräsentanten für seine Produkte hat Huawei das Verkaufsunternehmen Amerilink Telecom in den USA aufgebaut. In dessen Aufsichtsrat sitzen der ehemalige Weltbank-Präsident und frühere stellvertretende US-Verteidigungsminister James D. Wolfensohn und der ehemalige Vorstandschef von Nortel Networks, William A. Owens. Der Vorstandschef von Amerilink Telecom ist der frühere Sprint-Manager Kevin Packingham, der bei dem US-Konzern Senior Vice President für Product und Technology Development war.

Ein Vertrag mit Sprint wäre der bislang größte Auftrag für Huawei in den USA. Sprint-Sprecher Scott Sloat lehnte auf Nachfrage der New York Times jeden Kommentar dazu ab. Seinen letzten Großauftrag für den Netzwerkausbau hatte Sprint an Motorola, Nortel Networks und Lucent vergeben.


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