Abo
  • IT-Karriere:

Noch mindestens bis 2011

Sony Deutschland bleibt dem Walkman für Kassetten treu

In Japan stellt Sony die Produktion von tragbaren Kassettengeräten der Marke "Walkman" ein - nicht aber in Deutschland. Wie das Unternehmen erklärte, sollen die Geräte auf jeden Fall noch im Jahr 2011 angeboten werden. Ob es auch neue Modelle gibt, ist jedoch noch nicht bekannt.

Artikel veröffentlicht am ,
Aktueller Walkman WM-EX525
Aktueller Walkman WM-EX525

Wie kaum ein anderes Gerät hat der Walkman den Umgang der Menschheit mit Musik verändert. Als das erste Modell "TPS-L2" 1979 auf den Markt kam, begann eine Erfolgsgeschichte, die nur mit Apples iPod vergleichbar ist. Wie heute Handy und MP3-Player gehörte der Walkman für Kompaktkassetten in den 1980er und 90er Jahren zur Grundausstattung vor allem junger Musikfans. Rund 200 Millionen Geräte hat Sony seitdem verkauft. Viele der von 1979 bis 1995 erschienen Modelle sind im Walkman Museum zu bewundern.

Stellenmarkt
  1. AOK Niedersachsen', Hannover
  2. ITEOS, verschiedene Standorte

Mehrere Nachrichtenagenturen meldeten nun jedoch, dass Sony in Japan bereits im April 2010 die letzten Walkman für Kassetten ausgeliefert habe, neue sollen nicht hergestellt werden. Das gilt jedoch nur für das Mutterland des Konzerns, wie Sony Deutschland per E-Mail erklärte: "Während Japan die Produktion des Kassetten-Walkman nun einstellt, gibt es für Deutschland noch keinen konkreten Zeitpunkt, zu dem das legendäre Produkt von Sony aus unserem Sortiment genommen wird. Für 2011 sehen wir hierzulande noch ausreichend Marktpotenzial und werden dieses auch bedienen."

Wo dieses Potenzial steckt, gab Sony nicht an. Besonders bei Familien mit kleinen Kindern sind die Kassettenplayer aber immer noch beliebt, weil sie günstig, robust und mit ihren im Vergleich zu digitalen Playern großen Tasten auch für Kinder leicht zu bedienen sind. Womöglich nutzen die Kleinen auch die Hörspielkassetten ihrer Eltern weiter. Auch bei Lebensmitteldiscountern gibt es immer wieder Angebote für diese Geräte, die stets deutlich unter 50 Euro kosten.

Noch drei Modelle in Deutschland

So günstig sind die Walkman, die zu ihrer Blütezeit mit Geräten wie dem Walkman DD und DD II zu Preisen von über 200 Mark wie heute iPods zu Statussymbolen zählten, inzwischen auch bei Sony. In Deutschland bietet das Unternehmen derzeit nur drei Modelle an, die zwischen 30 und 60 Euro kosten. Das teuerste Gerät, der WM-EX525 kommt mit einer AA-Batterie laut Sony auf 35 Stunden Spielzeit - das erreichen viele MP3-Player dieser Preisklasse nicht.

Während dieses Gerät immerhin mit Auto-Reverse und Titelsuche ausgestattet ist - einen einfacheren Walkman mit mechanischem UKW-Tuner gibt es auch in Deutschland - kommt es jedoch bei weitem nicht an den Funktionsreichtum früherer Walkman heran. In Japan führt Sonys Homepage noch etliche weitere Geräte auf, die mit digitalem UKW-Tuner, Aufnahmemöglichkeit und Lautsprechern deutlich besser ausgestattet sind.

Verschwinden wird die Marke Walkman auch nach dem endgültigen Ende der Kassettengeräte wohl nicht so schnell. Sony nutzt sie inzwischen auch für digitale Mediaplayer sowie Mobiltelefone. Ob Sony im Übrigen den mobilen Kassettenspieler wirklich zuerst erfunden hat, bleibt weiterhin ein Streitpunkt der Technikgeschichte. Bereits 1977 hatte der Deutsche Andreas Pavel den ähnlichen "Stereobelt" zum Patent angemeldet, 1979 kam der erste Walkman auf den Markt. Pavel prozessierte seitdem gegen Sony, erst im Jahr 2004 einigten sich die beiden Parteien außergerichtlich, nachdem Sony-Mitbegründer Akio Morita gestorben war. Morita hatte den Walkman mehrfach als seine Erfindung bezeichnet.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 179,90€ (Bestpreis!)
  2. 24,99€ (Bestpreis!)
  3. 44,90€ (Bestpreis!)
  4. (u. a. Assassin's Creed Odyssey für 24,99€, Monster Hunter World - EU Key für 30,49€)

Chrom 09. Nov 2010

Ich, da ich wieder auf Kassette und Walkman umgestiegen bin. Der mp3-Spieler hatte...

Der Kaiser! 27. Okt 2010

Das halt nicht. Aber alles andere was auch bei einem MP3-Player sinnvoll wäre.

Die software 26. Okt 2010

Ja gut. Danke. Dürfte es bei Marketplace-Amazon für ein paar Mücken geben wenn man nicht...

Arthur Dent 26. Okt 2010

Wenn es ein HS-PX727 in schwarz sein darf? Sieht äußerlich genauso aus. Funktioniert...

Arthur Dent 26. Okt 2010

Um es komplett zu machen: Typ III = FeCr (Ferrochrom). Sehr selten und plötzlich vom...


Folgen Sie uns
       


Festo Bionic Softhand und Softarm angesehen

Die Bionic Softhand ist ein robotischer Greifer, der der menschlichen Hand nachgebildet ist. Das Unternehmen Festo präsentiert sie auf der Hannover Messe 2019.

Festo Bionic Softhand und Softarm angesehen Video aufrufen
Sicherheitslücken: Zombieload in Intel-Prozessoren
Sicherheitslücken
Zombieload in Intel-Prozessoren

Forscher haben weitere Seitenkanalangriffe auf Intel-Prozessoren entdeckt, die sie Microarchitectural Data Sampling alias Zombieload nennen. Der Hersteller wusste davon und reagiert mit CPU-Revisionen. Apple rät dazu, Hyperthreading abzuschalten - was 40 Prozent Performance kosten kann.
Ein Bericht von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Open-Source Technology Summit Intel will moderne Firmware und Rust-VMM für Server
  2. Ice Lake plus Xe-GPGPU Intel erläutert 10-nm- und 7-nm-Zukunft
  3. GPU-Architektur Intels Xe beschleunigt Raytracing in Hardware

Oneplus 7 Pro im Hands on: Neue Konkurrenz für die Smartphone-Oberklasse
Oneplus 7 Pro im Hands on
Neue Konkurrenz für die Smartphone-Oberklasse

Parallel zum Oneplus 7 hat das chinesische Unternehmen Oneplus auch das besser ausgestattete Oneplus 7 Pro vorgestellt. Das Smartphone ist mit seiner Kamera mit drei Objektiven für alle Fotosituationen gewappnet und hat eine ausfahrbare Frontkamera - das hat aber seinen Preis.
Ein Hands on von Ingo Pakalski

  1. Oneplus 7 Der Nachfolger des Oneplus 6t kostet 560 Euro
  2. Android 9 Oneplus startet Pie-Beta für Oneplus 3 und 3T
  3. MWC 2019 Oneplus will Prototyp eines 5G-Smartphones zeigen

Motorola One Vision im Hands on: Smartphone mit 48-Megapixel-Kamera für 300 Euro
Motorola One Vision im Hands on
Smartphone mit 48-Megapixel-Kamera für 300 Euro

Motorola bringt ein weiteres Android-One-Smartphone auf den Markt. Die Neuvorstellung verwendet viel Samsung-Technik und hat ein sehr schmales Display. Die technischen Daten sind für diese Preisklasse vielversprechend.
Ein Hands on von Ingo Pakalski

  1. Moto G7 Power Lenovos neues Motorola-Smartphone hat einen großen Akku
  2. Smartphones Lenovo leakt neue Moto-G7-Serie

    •  /