Elektroauto: Von München nach Berlin ohne Steckdose
Zu wenig Reichweite ist einer der Kritikpunkte, die gegen Elektroautos angeführt werden. Dass das nicht pauschal stimmt, haben das Berliner Unternehmen DBM Energy und der Energieversorger Lekker gezeigt: Sie sind mit einem Elektroauto von München nach Berlin gefahren, ohne einen Zwischenstopp zum Laden des Akkus einzulegen
600 km non stop
Gut 600 Kilometer sind es von Bayern bis in die Hauptstadt. Die legte das Testfahrzeug, Lekkermobil genannt, in der Nacht von Montag auf Dienstag zurück, ohne dass der Akku des Autos aufgeladen werden musste. Die Fahrt fand laut Lekker unter Normalbedingungen statt. Das bedeutet, der Fahrer hielt sich an die Richtgeschwindigkeit von 130 km/h. Die Organisatoren sprechen von einem neuen Weltrekord.

Das Auto, mit dem die Langstreckenfahrt durchgeführt wurde, ist ein zum Elektroauto umgebauter Audi A2. Als Stromspeicher dient ein Akku auf Lithium-Polymer-Basis, der von DBM entwickelt wurde. Bei dem Auto handelt es sich nach Angaben der beiden Unternehmen um ein alltagstaugliches Fahrzeug, das nicht durch den Akku eingeschränkt ist. Das bedeutet, in dem Auto finden vier Insassen Platz, der Kofferraum ist – anders als etwa beim Tesla Roadster – vollständig nutzbar.
Zwei Mal um London
Im Mai 2010 hatte ein Team vom Imperial College in London mit einem Elektrorennwagen den knapp 190 km langen Autobahnring um die britische Hauptstadt mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 100 km/h zwei Mal umrundet , ohne dabei den Akku leerzufahren. Die Bestmarke eines Tesla Roadster liegt bei 500 Kilometer. Auf dieser Langstreckenfahrt lag die Durchschnittsgeschwindigkeit allerdings nur bei 50 km/h.
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