Qimonda-Insolvenz

Milliardenvergleich mit US-Töchtern erzielt

Im Streit um den insolventen Chipkonzern Qimonda hat sich das Management in den USA jetzt mit dem Insolvenzverwalter geeinigt. Infineon dürfte davon wenig profitieren.

Artikel veröffentlicht am ,
Qimonda-Insolvenz: Milliardenvergleich mit US-Töchtern erzielt

Der Qimonda-Insolvenzverwalter Michael Jaffé hat sich mit seinen US-Töchtern Qimonda North America und Qimonda Richmond über Milliardenforderungen geeinigt. Das gab das Unternehmen bekannt. "Dieser Vergleich ist für uns ein wichtiger Meilenstein", sagte Jaffé.

Stellenmarkt
  1. Duales Studium Softwaretechnologie im Bereich Slicing 1
    MULTIVAC Sepp Haggenmüller SE & Co. KG, Dautphetal-Buchenau
  2. Softwareentwickler (m/w/d) im Bereich F&E - Laborinformationsmanagement
    Knauf Gips KG, Iphofen bei Würzburg
Detailsuche

Die Gläubigerausschüsse sowie das für die US-Gesellschaften zuständige Insolvenzgericht in Delaware hätten dem Vergleich bereits zugestimmt. Die Qimonda-Chipfabrik in Dresden mit 3.900 Beschäftigten war zum Jahresende 2009 stillgelegt worden, weltweit hatten bei der Infineon-Tochter 12.000 Menschen gearbeitet.

Die US-Qimonda-Töchter, die sich in einem separaten Insolvenzverfahren nach Chapter-11 befinden, hatten insgesamt Forderungen von über 2,1 Milliarden US-Dollar gegen die deutsche Qimonda AG erhoben. Der Mutterkonzern konterte mit Forderungen von 1,7 Milliarden US-Dollar, wogegen die US-Unternehmen sich mit einer Klage vor einem Insolvenzgericht in Delaware geeinigt hatten. Nach mehrtägigen Verhandlungen in London haben die früheren Partner nun eine "Einigung hinsichtlich der wechselseitigen Forderungen erzielen können", hieß es.

Zu den finanziellen Konditionen wurden keine Angaben gemacht. Golem.de hat aus informierten Kreisen erfahren, dass die finanziellen Forderungen aber nicht ganz fallengelassen wurden.

Weiterer Streitpunkt mit den US-Gesellschaften waren über 800 Patente und Patentanmeldungen, die die deutsche Qimonda für sich reklamiert. Auch hier wurde nun ein Vergleich geschlossen, nachdem alle Ansprüche der Konzernmutter anerkannt werden. "Hierdurch wurde ein wesentliches Verwertungshindernis für die Vermarktung und Lizenzierung beseitigt", so Jaffé weiter. Die Patente sollen jetzt mit Hochdruck weiterverkauft oder lizenziert werden. Die darauf erzielten Erlöse fließen in die Insolvenzmasse ein, was den Gläubigern zugute kommt. Infineon selbst dürfte davon wenig profitieren, da Darlehen oder Forderungen des früheren Hauptaktionärs eher nachrangig behandelt werden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Fahrrad-Navigation im Test
Rechenpower für Radfahrer

Schnell, sicher und schön ans Ziel: Das schaffen Bike-Computer besser als jedes Smartphone. Wir haben die Top-Geräte ausprobiert - und günstige Alternativen.
Von Peter Steinlechner

Fahrrad-Navigation im Test: Rechenpower für Radfahrer
Artikel
  1. Kryptowährung: Warschauer Polizei findet illegales Mining im Hauptquartier
    Kryptowährung
    Warschauer Polizei findet illegales Mining im Hauptquartier

    Wo würde die Polizei am wenigsten illegales Krypto-Mining vermuten? In ihrem Hauptquartier, dachte wohl ein polnischer IT-Techniker.

  2. Digitalisierung: Bundesregierung startet ressortübergreifende Suchmaschine
    Digitalisierung
    Bundesregierung startet ressortübergreifende Suchmaschine

    Um Informationen zu übergreifenden Themen wie Digitalisierung besser auffindbar zu machen, setzt die Bundesregierung nun auf eine Suchmaschine.

  3. Mozilla: Firefox verliert 20 Prozent Nutzer in zweieinhalb Jahren
    Mozilla
    Firefox verliert 20 Prozent Nutzer in zweieinhalb Jahren

    Die offiziellen Nutzer-Statistiken des Firefox-Browsers sehen für Mozilla nicht gut aus. Immerhin wird der Browser intensiver genutzt.


Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • Samsung Galaxy Vorbesteller-Aktion • Speicherwoche bei Media Markt • Samsung Odyssey G5 (34 Zoll, 165 Hz) 399€ • 15% auf Xiaomi-Technik • McAfee Total Protection ab 15,99€ • Saturn: 1 Produkt zahlen, 2 erhalten • Final Fantasy VII HD Remake PS4 25,64€ [Werbung]
    •  /