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Haftstrafen und Schadensersatz: Urteil wegen illegaler Zugangskarten zu Pay TV

Weil sie gefälschte Zugangskarten für das kostenpflichtige Angebot des Fernsehsenders Premiere verkauften, müssen zwei Belgier ins Gefängnis. Der geschädigte Sender, der jetzt Sky heißt, erhält Schadensersatz.
/ Werner Pluta
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Ein Gericht im belgischen Tongeren hat in erster Instanz vier Männer verurteilt, weil diese illegale Zugangskarten für das kostenpflichtige Angebot des Fernsehsenders Premiere, der inzwischen unter dem Namen Sky firmiert, verkauft und anschließend das damit verdiente Geld gewaschen hatten. Zwei der Angeklagten müssen ins Gefängnis. Zudem erhält der Fernsehsender Sky einen hohen Schadensersatz.

Die Angeklagten hatten nach Ansicht des Gerichts in den Jahren 2006 bis 2008 sogenannte Blankokarten an Nutzer in Deutschland und Österreich verkauft. Mit einer solchen Karte, für die sie einmalig 75 Euro bezahlten, konnten die Nutzer kostenlos das Pay-TV-Angebot von Premiere nutzen. Zu dem illegalen Angebot gehörte eine über das Internet angebotene Software sowie Aktualisierungen, mit deren Hilfe die Käufer zum Teil jahrelang das Programm von Premiere anschauen konnten.

Zwei der Angeklagten erhielten Haftstrafen. Der eine muss acht, der andere 18 Monate ins Gefängnis. Zwei weitere Personen erhielten Bewährungsstrafen, ein fünfter Angeklagter wurde freigesprochen. Für den entstandenen Schaden sprachen die Richter Sky einen Schadensersatz in Höhe von über 2 Millionen Euro zu.


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