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Bildbearbeitung: ACDSee-Pro-4-Beta mit Geotagging

ACD Systems hat eine Betaversion der kommenden Version seiner Bildbearbeitungssoftware ACDSee Pro 4 vorgestellt. Neu sind vor allem die Geotagging-Funktion, eine erweiterte Metadatenverwaltung mit Einhaltung der Empfehlungen der Metadata Working Group und eine Vignettierungskorrektur. Außerdem lassen sich Farbsäume an Bildkanten eliminieren.
/ Andreas Donath
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Die Beta der Windows-Anwendung soll den Anwendern die Möglichkeit geben, sich mit den neuen Funktionen vertraut zu machen und Kritik zu üben, die in die Entwicklung einfließen soll. Besonders viel Feedback erhofft sich der Hersteller bei der Metadatenverwaltung. Dabei sollen die Empfehlungen(öffnet im neuen Fenster) der Metadata Working Group(öffnet im neuen Fenster) zur einheitlichen Auszeichnung in den IPTC-, EXIF- und XMP-Feldern berücksichtigt worden sein.

Die Metadaten beschreiben zum Beispiel den Titel des Fotos, Schlüsselwörter, den Aufnahmeort und Informationen zum Fotografen. Da diese Daten in den unterschiedlichen Systemen IPTC, Exif und XMP in unterschiedlichen Feldnamen gespeichert werden, kommt es oft zu Fehlern. Die Metadata Working Group hat deshalb einige Empfehlungen veröffentlicht, wie mit dem Problem standardisiert umgegangen werden kann.

Darüber hinaus bietet ACDSee Pro 4 nun eine Kartenansicht zum Geotagging der Aufnahmen. Als Kartenlieferant dient Google Maps. Der Anwender kann manuell Fotos auf der Karte platzieren oder geografisch nah beieinanderliegende Bilder auswählen, um sie zum Beispiel nachzubearbeiten. Eine Textsuchfunktion nach Orten existiert bislang aber nicht.

ACDSee Pro 4 soll außerdem mit Rohdaten aus Digitalkameras schneller umgehen können als die Vorgängerversionen. Das Rohdatendecodieren soll zudem kontrast- und belichtungsseitig bessere Ergebnisse liefern. Auch bei der Interpretation der Weißabgleichsdaten hat ACDSee Pro 4 nach Herstellerangaben Fortschritte gemacht. Das Programm unterstützt neuerdings auch den Farbraum Prophoto, der die ursprünglichen Farben besser repräsentieren soll.

Einiges hat sich auch bei der Objektivkorrektur getan. Zwar verzichtet ACDSee Pro 4 nach wie vor auf eine Objektivdatenbank, wie sie etwa Photoshop CS5 besitzt, aber auch bei dieser Bildbearbeitung wurde nun eine Vignettierungskorrektur sowie eine Reduktion von Farbsäumen (chromatischen Aberrationen) integriert. Sie arbeitet jedoch rein manuell – der Anwender muss mit Schiebereglern den Korrekturgrad bestimmen. Da dieser aber gespeichert wird und sich über eine Suche Bilder selektieren lassen, die mit einem bestimmten Objektiv aufgenommen wurden, kann die Vignettierungs- und Farbsaumkorrektur auf mehrere Fotos angewandt werden. Die Fotoauswahlfunktion für zahlreiche Aufnahmeparameter lässt viele dieser teilautomatisierten Korrekturen zu.

Die Beta von ACDSee Pro 4(öffnet im neuen Fenster) kann kostenlos heruntergeladen werden. Der Anwender muss sich nach der Installation per E-Mail registrieren, um das Programm mehr als zwei Tage lang testen zu können. Die Beta läuft ab, wenn die Vollversion auf den Markt kommt.


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