Internetsperren

BKA gibt ersten Einblick in Löschlisten

Kinderpornos löschen oder sperren? Bisher stützte sich die Debatte vor allem auf Vermutungen. Nun hat das BKA bekanntgegeben, woher die Aufnahmen tatsächlich kommen.

Artikel veröffentlicht am ,

Löschen oder sperren? Die Debatte um den Kampf gegen Vergewaltigungsvideos im Netz beschäftigt sich vor allem mit dieser Frage, genau wie die Politik. Die hat Mühe mit der Antwort, unter anderem auch deshalb, weil es bislang keine verlässlichen Daten gibt, wie erfolgreich sich solche Bilder aus dem Internet nehmen lassen. Nun gibt es sie. Das Bundeskriminalamt hat dem Bundestag Zahlen übermittelt, wie vielen solcher Fälle man in diesem Jahr nachgegangen ist und wie viele der Seiten eine Woche später tatsächlich verschwunden waren.

Inhalt:
  1. Internetsperren: BKA gibt ersten Einblick in Löschlisten
  2. Die meisten Bilder werden in den USA gehostet

Es sind zwar bislang nur ein paar grobe Werte in einer Excel-Tabelle, aber dass Informationen dazu jetzt öffentlich auf dem Digitalblog der Grünen zugänglich sind, kann als Fortschritt gewertet werden. Wurde vom BKA bislang doch alles im Zusammenhang mit dieser Thematik als Verschlusssache betrachtet. Dabei beschäftigt die Frage, wie erfolgreich das Bundeskriminalamt darin ist, Seiten mit gesetzeswidrigen, im Zweifel kinderpornografischen Inhalten aus dem Netz zu entfernen, derzeit viele Menschen.

Von Erfolg oder Misserfolg der Löschbestrebungen hängt ab, wie es mit dem sogenannten Zugangserschwerungsgesetz weitergeht. Das ist bekanntlich ausgesetzt, um zu erproben, ob "Löschen statt Sperren" nicht der erfolgversprechendere Weg im Kampf gegen Verbrechen wie Kinderpornografie wäre.

Immerhin wird dieser Kampf gegen Netzinhalte von Sicherheitsbehörden immer wieder als Argument angeführt, um zu fordern, dass die ausgesetzte Vorratsdatenspeicherung unbedingt wieder eingeführt werden müsse.

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Interessant an den Daten: Die Mehrzahl der vom BKA verfolgten Seiten ist in den USA gehostet, im Durchschnitt 48 Prozent stammen von dort. Eine Woche nach dem entsprechenden Hilfeersuchen des BKA an die dortigen Behörden waren davon noch 40 Prozent verfügbar. Was ein guter Wert zu sein scheint, liegt er doch in den meisten anderen aufgeführten Ländern höher. Lediglich schwedische Behörden reagierten schneller und löschten im Schnitt 70 Prozent der Seiten innerhalb einer Woche nach der BKA-Anfrage. Gar keine Wirkung scheinen solche Ersuchen in der Ukraine zu haben, dort blieben alle Seiten verfügbar.

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Die meisten Bilder werden in den USA gehostet 
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epul 04. Nov 2010

nais. jetzt wurde also von offiziellen gutachtern bestätigt, dass lupe höchstens 12 ist.

amschmunzeln 28. Okt 2010

k.T. http://en.wikipedia.org/wiki/Virgin_killer

sw 25. Okt 2010

Eine 14-Jährige ist kein Kind mehr, und deshalb auch nicht von § 176, 176a StGB...

DeeKay64 25. Okt 2010

(sorry, den Satz wollte ich noch fertigmachen!) ...also lasst uns am besten das reale...

DeeKay64 25. Okt 2010

Volle Zustimmung. Bei dem kurzen Zeitraum grenzt es eigentlich an ein Wunder dass schon...



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