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Java: Apache Foundation hält an Harmony fest

Die Apache Software Foundation steht weiterhin zu ihrer freien Java -Implementierung Harmony, obwohl Oracle dem Projekt die notwendige Lizenz verwehrt und sich IBM als bisher größter Harmony-Unterstützer entschieden hat, künftig das Konkurrenzprojekt OpenJDK zu unterstützen.
/ Jens Ihlenfeld
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Oracle wird dem Projekt Harmony keine uneingeschränkte Lizenz für das Java Technology Compatibility Kit (TCK) gewähren, die notwendig ist, um eine Java-Implementierung auf Kompatibilität zu testen, wie es die Java-Lizenz vorsieht. Früher Sun und heute Oracle gewähren dem Projekt nur eine eingeschränkte TCK-Lizenz, die unter anderem die Verwendung auf mobilen Endgeräten explizit untersagt.

Die Apache Software Foundation (ASF) geht davon aus, dass Oracles Entscheidung endgültig ist und es keine Ansätze für weitere Gespräche gibt, um Oracle umzustimmen. Das Harmony muss daher seine Ziele und Zukunftspläne überdenken, denn, so die ASF, das ursprüngliche Ziel, eine freie, der Spezifikation entsprechende und TCK-geprüfte Implementierung von Java SE unter der Apache-Lizenz zu schaffen, sei nicht mehr umsetzbar.

Dennoch betont die ASF, das Projekt Harmony auch in Zukunft zu unterstützen. Dies gelte auch für andere bestehende und neue Apache-Projekte, die die Java-Runtimes unter den gegebenen TCK-Bedingungen umsetzen.

Dass IBM sich künftig in Oracles OpenJDK-Projekt engagieren wolle und Harmony damit den Rücken kehrt, sei für das Projekt kein existenzielles Problem, heißt es in der offiziellen Stellungnahme der ASF(öffnet im neuen Fenster) weiter. Apache-Projekte seien grundsätzlich so strukturiert, dass der Ausfall einzelner Unterstützer die Existenz eines Projekts nicht infrage stellt. Zudem hätten einige IBM-Entwickler bereits erklärt, sich in ihrer Freizeit auch weiterhin bei Harmony engagieren zu wollen.


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