Teurer: Amazons Kosten für Lieferzentren und Werbung steigen
Amazon konnte den Gewinn im dritten Quartal um 16 Prozent auf 231 Millionen US-Dollar (51 Cent pro Aktie) steigern. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lag der Gewinn bei 199 Millionen US-Dollar (45 Cent pro Aktie). Der Umsatz stieg um 39 Prozent auf 7,56 Milliarden US-Dollar.
Die Analysten hatten einen Gewinn von 48 Cent pro Aktie und einen Umsatz von 7,37 Milliarden US-Dollar prognostiziert. Der operative Gewinn betrug 268 Millionen US-Dollar, hier hatten die Börsenexperten mit 289,5 Millionen US-Dollar erheblich mehr vorgegeben. Die Kosten für neue Lieferzentren und das Marketing für den Kindle belasteten das Unternehmen. Im Berichtszeitraum stiegen die Betriebskosten im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent. Konzernchef Jeff Bezos erklärte, in der kommenden Feiertagssaison die grösste Auswahl, die höchsten Lagerbestände und die schnellste Auslieferung zu bieten.
In Nordamerika stieg der Umsatz um 45 Prozent auf 4,13 Milliarden US-Dollar. Die Auslandsshops in Großbritannien, Deutschland, Japan, Frankreich und China verzeichneten einen Erlös von 3,43 Milliarden US-Dollar und konnten damit um 32 Prozent wachsen.
Im laufenden vierten Quartal strebt der E-Commerce-Konzern einen Umsatz von 12 Milliarden US-Dollar bis 13,3 Milliarden US-Dollar an. Die Analysten hatten 12,3 Milliarden US-Dollar Umsatz erwartet. Der operative Gewinn soll bei 360 bis 560 Millionen US-Dollar liegen, hier hatten die Analysten 621,6 Millionen US-Dollar berechnet.
Laut Angaben der Analysten von Caris & Company macht Amazon 2010 mit dem Kindle einen Umsatz von 2,8 Milliarden US-Dollar. Die neuen Kindle-Modelle hätten sich bisher am besten verkauft, teilte Bezos mit. Angaben zu den abgesetzten Stückzahlen veröffentlicht Amazon nicht.
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