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Boxee Box: Multimediakiste fürs Wohnzimmer vorbestellbar

Die Boxee Box kommt nach Europa. Die von D-Link entwickelte Hardware setzt auf die Mediacenter-Software Boxee, die es auch für Linux, Windows, Mac OS X und gehackte Apple-TV -Systeme gibt.
/ Christian Klaß
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Das Design der Boxee Box soll auffallen: Das Gehäuse des Netzwerk-Mediaplayers erinnert an einen im Boden steckenden Würfel. In diesem arbeiten Intels Atom-Prozessor CE4100 und ein Embedded-Linux. Eine Festplatte steckt nicht in der Box, stattdessen greift sie über das Heimnetzwerk auf die private Musik-, Foto- und Videosammlung zurück, bietet Apps für Online-Streaming-Angebote und kann auch mittels Browser beliebige andere Onlineinhalte wiedergeben. Alternativ können auch SDHC-Karten (maximal 32 GByte) oder USB-Datenträger wie Festplatten als Quelle dienen.

Mit der Boxee Box kann direkt auf Streamingdienste wie Netflix, Joost, Youtube, MyspaceTV, MTV Music, Comedy Central, CBS, CNN, ABC, BBC, Pandora und Last.fm zugegriffen werden. Ein Großteil davon kann allerdings aus Deutschland nicht abgerufen werden, es sei denn, es wird ein Umweg über VPN-Dienste gewählt. Für Deutschland sollen lokale Streamingdienste hinzugefügt werden. Außerdem kann der Würfel Fotos von Picasaweb und Flickr abrufen. Weitere Dienste und Funktionen lassen sich nachrüsten.

Vernetzter Player

Der Anschluss ans Heimnetzwerk erfolgt mittels Fast-Ethernet oder WLAN nach 802.11b/g/n. Die Boxee Box ist ein DLNA-1.5-fähiges Wiedergabegerät und unterstützt für den Zugriff auf Netzwerkspeicher (NAS) auch Samba.

Es können die üblichen Audio-, Foto- und Videoformate wiedergegeben werden. Dazu zählen beispielsweise MP3, Ogg Vorbis, Flac, JPEG, TIFF, MPEG-1/-2/-4, H.264 AVC, DivX, WMV9 und VC-1. Die Hardware bietet genügend Leistung, um auch 1080p-Videos wiedergeben zu können, sofern sie nicht mehr als 30 Bilder/s (30 fps) aufweisen.

Es werden verschiedene Container wie .AVI und .MKV, DVD-Rips, DVD-Images sowie die Untertitelformate SRT, SUB, SSA, SMI und ASS verarbeitet. Der auf die Fernbedienung angepasste Internetbrowser der Box kann auch Flash-Inhalte darstellen.

Bald in Europa zu haben

Die 115 x 115 x 115,5 mm große Boxee Box kann über eine HDMI-1.3-Schnittstelle mit einem Fernseher oder Projektor verbunden werden. Audio kann auch optisch über S/PDIF oder in analogem Stereoton ausgegeben werden. Die mitgelieferte Fernbedienung bietet auf der einen Seite ein Navigationskreuz, auf der anderen eine QWERTY-Tastatur.

In Deutschland wird die Boxee Box(öffnet im neuen Fenster) voraussichtlich ab Ende November/Anfang Dezember 2010 lieferbar sein. Die Vorbestellung ist ab heute bei Amazon.de, Cyberport.de und Notebooksbilliger.de für 229 Euro möglich. In den USA wird das Gerät bereits ab 10. November 2010 und in Großbritannien voraussichtlich ab 22. November 2010 an die ersten Kunden ausgeliefert.


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