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Massenabbau: Nokia streicht Symbian-Sparte zusammen

Im dritten Quartal konnte Nokia bei Gewinn und Umsatz die Analystenprognose übertreffen. Der neue Konzernchef kündigte zum Einstieg einen massiven Stellenabbau an und will Nokias Rolle in der Branche neu bewerten.
/ Achim Sawall
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Stephen Elop
Stephen Elop

Nokia wird weltweit 1.800 Arbeitsplätze abbauen. In der Nokia-Sparte Symbian-Smartphones soll die Softwareentwicklung durch einheitliche Werkzeuge vereinfacht werden. Auch in der Services-Sparte und bei der Forschung werde es einen Umbau geben. Personalchef Juha Äkräs erklärte, dass den von dem Stellenabbau Betroffenen Hilfen angeboten würden, um anderswo im Konzern Arbeit zu finden. "Änderungen mit Auswirkungen auf die Belegschaft sind immer schwierig", sagte Äkräs.

Nokia gab zugleich Zahlen für das dritte Quartal 2010 bekannt. Danach stieg der Umsatz um 5 Prozent, von 9,81 Milliarden Euro auf 10,27 Milliarden Euro. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 14 Cent. Nokias Gewinn stieg damit von einem Verlust von 559 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf ein Plus von 529 Millionen Euro. Die Analysten hatten nach dem verlustreichen Vorjahresquartal nur einen Gewinn von 10 Cent pro Aktie und einen Umsatz von 10 Milliarden Euro erwartet. Nokia reduzierte den Ausblick leicht: Der Marktanteil bei Handys werde im Jahr 2010 leicht unter dem Vorjahr bleiben. Insgesamt werde der weltweite Handyabsatz in diesem Jahr um zehn Prozent steigen. Nokia verkaufte 26,5 Millionen Smartphones in diesem Quartal, dass waren 61 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und besser als von den Analysten geschätzt.

Der neue Konzernchef Stephen Elop, der das finnische Unternehmen seit fünf Wochen anführt, erklärte, Nokia befände sich in "bemerkenswert unruhigen Zeiten". Die letzten Quartalsergebnisse zeigten, dass Nokia "seine Rolle und seine Herangehensweise an die Branche neu bewerten" müsse.


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