Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Volle Lager: Seagate verkauft weniger Festplatten als Western Digital

Seagate Technology leidet wie sein Konkurrent Western Digital unter den Folgen einer Überproduktionskrise in der Festplattenbranche. Gewinn und Umsatz lagen heute unter den Analystenerwartungen.
/ Achim Sawall
12 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)

Seagate Technology hat in seinem ersten Quartal 2010/2011 einen Gewinn von 149 Millionen US-Dollar (31 Cent pro Aktie) gemacht. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres wurde noch ein Gewinn von 179 Millionen US-Dollar (35 Cent pro Aktie) erzielt. Der Umsatz lag bei 2,69 Milliarden US-Dollar, nach 2,66 Milliarden US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Die Umsatzprognose der Analysten lag bei 2,72 Milliarden US-Dollar.

Vor Sonderposten betrug der Gewinn 37 Cent pro Aktie. Die Analysten hatten jedoch 45 Cent pro Aktie erwartet.

In dem Berichtszeitraum konnte Seagate Technology 49,2 Millionen Festplatten verkaufen. Konkurrent Western Digital hatte gestern berichtet, im letzten Quartal 50,7 Millionen Festplatten abgesetzt zu haben. Western Digital erzielte einen Gewinn von 197 Millionen US-Dollar und einen Umsatz von 2,4 Milliarden US-Dollar.

Laut Medienberichten wollen Finanzinvestoren Seagate Technology kaufen. Danach bieten TPG Capital und Kohlberg Kravis Roberts zusammen 16 US-Dollar pro Aktie, was den Festplattenhersteller mit 7,55 Milliarden US-Dollar bewertet. Der Börsenwert von Seagate liegt bei circa 6 Milliarden US-Dollar. Wegen regulatorischer Regelungen könne sich Seagate nicht zu den Berichten äußern, hieß es von dem Unternehmen. Deswegen sei gegenwärtig auch keine Prognose für das Dezemberquartal oder andere zukünftige Geschäftszeiträume möglich.

Während der Telefonkonferenz mit Analysten sagte Firmenchef Steve Luczo, dass das Unternehmen mit Beginn des letzten Monats Verbesserungen in der Nachfrageentwicklung gespürt habe. Das kurz zuvor angekündigte neue Macbook Air kommt nur mit Flash-Speicher. Darauf angesprochen, sagte Luczo: "Ich glaube nicht, dass Mainstream-Computing in diese Richtung geht."


Relevante Themen