Für Spieleklassiker

DOSBox emuliert Voodoo-Grafikkarte von 3dfx

Der beliebte Emulator von kompletten DOS- und Windows-Umgebungen, DOSbox, kommt nun mit experimenteller Software auch mit Programmen für die 3D-Schnittstelle Glide zurecht. Dazu bilden die Programmierer die erste Voodoo-Grafikkarte nach, die 1996 für Staunen sorgte.

Artikel veröffentlicht am ,
Für Spieleklassiker: DOSBox emuliert Voodoo-Grafikkarte von 3dfx

Dem im Jahr 2000 von Nvidia übernommenen Unternehmen 3dfx gebührt ein großer Anteil an der kurzen Geschichte von 3D-Spielen für PCs. Während Anfang der 1990er Jahre zahlreiche Unternehmen wie Matrox, S3 und Tseng um die ideale Lösung für 3D-Grafik für private Anwender stritten, konnte das Startup 3dfx schon mit seinem ersten Chip beeindrucken. Sein Name: SST-1 alias Voodoo Graphics.

Inhalt:
  1. Für Spieleklassiker: DOSBox emuliert Voodoo-Grafikkarte von 3dfx
  2. Glide für DOSbox

Das war jedoch für Branchenkenner wenig überraschend: 3dfx wurde von ehemaligen Mitarbeitern von Silicon Graphics gegründet, und dieses Unternehmen stand schon ein Jahrzehnt lang für konkurrenzlose Grafikworkstations. So löste auch der SST-1 mit schneller Polygonberechnung und gefilterten Texturen viele der Versprechen ein, die andere Unternehmen in der ersten Welle des 3D-Hypes nur gegeben hatten.

Kleines OpenGL für Privatleute

Dazu hatte 3dfx mit seinem Know-how aus dem professionellen Bereich Teile von OpenGL umgesetzt und diese Spieleschnittstelle dann Glide genannt - die ersten beiden Buchstaben erinnern an die Abstammung. Da die Qualität der Grafik sonst kein Chip erreichte und Glide einfach zu benutzen war, setzten viele Spielehersteller ihre Titel für Voodoo-Karten um.

In der Folge entstanden viele Klassiker wie Ultima IX oder der erste Teil der Reihe Tomb Raider. Wer Mitte der 1990er Jahre den direkten Vergleich hatte, empfand solche High-End-Spiele nur mit Voodoo-Karten als wirklich erträglich, denn sie erreichten fast unabhängig von der restlichen Hardware stets konstante Bildraten. Die Grafikchips mussten sich dabei auch nur um 3D kümmern, denn: Eine 2D-Karte, durch deren Anschluss das Signal der Voodoos geschickt wurde, musste immer zusätzlich im Rechner sein. Das war mit Preisen von 300 bis 400 Mark pro 2D- oder 3D-Karte schon damals kein billiges Vergnügen.

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Nutzbar sind solche Klassiker heute nur, wenn die Hard- und Software noch vollständig erhalten ist. Ein gut gepflegter PC mit einem Pentium- oder 486-Prozessor - den unter diesem Namen auch AMD anbot -, ISA- und PCI-Slots und natürlich Windows 95 oder 98 sind dafür nötig. Emulatoren wie DOSbox konnten bisher mit Glide-Spielen nichts anfangen.

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Glide für DOSbox 
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_2xs 22. Okt 2010

Der Screen ist ja wohl ne verarsche? 256 Farben? VGA? Zu Zeiten von der Voodoo war SVGA...

Rungard 22. Okt 2010

Und wer sagt, dass es OpenGL in der Form noch in 30 Jahren gibt? Wer sagt, dass die...

Anonymer Nutzer 22. Okt 2010

Ein 486er oder Pentium ist für die Voodoo 2 viel zu langsam. Die kombiniert man am...

Wurstbrot 22. Okt 2010

Du kannst dir ja mit Dosbox auch zig Konfigs erstellen die dir genau die Mengen an EMM...



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