Metalle der Seltenen Erden: China will Export von Rohstoffen weiter einschränken
Die chinesische Regierung will die Ausfuhr von bestimmten Rohstoffen, den sogenannten Metallen der Seltenen Erden, beschränken. Im kommenden Jahr könnten bis zu 30 Prozent der begehrten Rohstoffe weniger das Land verlassen, berichtet die in Schanghai erscheinende Tageszeitung China Daily(öffnet im neuen Fenster) .
Zu schnelle Ausbeutung
Auf diese Weise soll vermieden werden, dass die Lagerstätten zu schnell ausgebeutet sind. Werde mit dem bisherigen Tempo weiter gefördert, könnten die Reserven bereits in 15 bis 20 Jahren erschöpft sein, sagte ein Mitarbeiter des Handelsministeriums der Zeitung.
China beherrscht den Markt praktisch vollständig: Diese Rohstoffe werden fast ausschließlich in China abgebaut, hauptsächlich in der Provinz Innere Mongolei. Der Marktanteil liegt bei 95 Prozent.
Begehrte Metalle
Der Gruppe der Metalle der Seltenen Erden(öffnet im neuen Fenster) , auch Seltenerdmetalle genannt, gehören 17 Elemente an, darunter Neodym. Sie werden für die Herstellung vieler Hochtechnologieprodukte benötigt, etwa für Halbleiter, Akkus oder für starke Permanentmagnete, die unter anderem in Festplatten oder Elektromotoren verbaut werden. Entsprechend begehrt sind diese Stoffe.
China hat bereits mehrfach in den vergangenen Jahren die Exportquoten für diese Stoffe gesenkt. So dürfen dieses Jahr 40 Prozent weniger ausgeführt werden als im vergangenen. In den westlichen Industrieländern wächst unterdessen die Sorge, dass die Ausfuhrbeschränkungen starke Preisanstiege nach sich ziehen werden.
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