Intel: 8 Milliarden Dollar für US-Chipfabriken

Intel will seine Fertigung in den USA stark ausbauen. Der Prozessorhersteller will 6 bis 8 Milliarden US-Dollar für den Aus- und Aufbau seiner Fabriken in Arizona und Oregon ausgeben. Dabei entstünden 6.000 bis 8.000 Arbeitsplätze auf den Baustellen und 800 bis 1.000 neue Arbeitsplätze in den US-Fabriken Intels.
In Oregon soll eine neue Fab, die D1X, entstehen und vier der existierenden Fabs in Arizona und Oregon bekommen neue Maschinen für die 22-nm-Fertigung. Die Serienfertigung soll Ende kommenden Jahres aufgenommen werden. 22-Nanometer-Chips werden Ende 2011 für Ivy Bridge benötigt, die nächste Prozessorgeneration nach Sandy Bridge . Auf dem IDF vor einem Jahr konnte Otellini dafür auch schon einen SRAM-Wafer zeigen, für die 22-Nanometer-CPUs sei noch 2010 mit ersten Mustern zu rechnen, hieß es im September 2010.

Die Ankündigung zeige Intels "weiteres Engagement, um in die Zukunft von Intel und Amerika zu investieren" , sagte Konzernchef Paul Otellini. Damit entstünden "gut bezahlte IT-Fabrikarbeiterjobs" . Während Intel etwa drei Viertel seines Umsatzes im Ausland erwirtschafte, unterhalte der Konzern drei Viertel seiner Mikroprozessorfertigung in den Vereinigten Staaten, betonte Otellini. Die Computerbranche erreiche in diesem Jahr einen wichtigen Meilenstein mit der Auslieferung von 1 Million PCs täglich.
Die Fab D1X soll 2013 startbereit sein. Für die Fab 12 und Fab 32 in Arizona und die D1C und D1D in Oregon seien Erneuerungen der Maschinen geplant. Die neuen Investitionen seien auch für den Erhalt der dort bestehenden Arbeitsplätze wichtig, so das Unternehmen. [von Achim Sawall und Nico Ernst]