Auftragshersteller: Tablets der PC-Anbieter kommen später
Die Auftragshersteller in Asien erwarten, dass sich die Auslieferung der Tablet-PCs der großen Anbieter verzögert. Mit einem Lieferstart für den Massenmarkt wird nicht mehr in diesem Jahr gerechnet, berichtet das taiwanische Branchenmagazin Digitimes(öffnet im neuen Fenster) aus Herstellerkreisen. Gründe für den verspäteten Start seien fehlende Content-Plattformen und mangelnde Unterstützung durch die Mobilfunkbetreiber. Zudem werde Googles mobiles Betriebssystem Android 3.5 mit dem Codenamen Honeycomb erst im ersten Quartal 2011 verfügbar sein.
Smartphonehersteller wie Samsung Electronics, Motorola und Research in Motion arbeiten an Konkurrenzprodukten zu Apples iPad. Hewlett-Packard will sein Slate-Tablet vor dem Abschluss des im Oktober 2010 endenden Geschäftsjahres auf den Markt bringen. Es wird höchstwahrscheinlich auf WebOS basieren. PC-Hersteller erwägen laut Digitimes, Google Android 3.0 Gingerbread zu überspringen und gleich auf Honeycomb zu setzen, das besser auf Tablets und High-End-Smartphones optimiert sei.
Die großen Notebook-Auftragshersteller Compal Electronics und Pegatron Technology arbeiten bereits an Tablets für mehrere der großen PC-Marken. Sie liefern die mobilen Rechner aber noch nicht aus. Bisher gingen nur kleinere Stückzahlen an die Mobilfunkbetreiber, so die Digitimes. Die großen PC-Marken würden nicht vor dem zweiten Quartal 2011 mit Tablets in den Massenmarkt durchstarten.
Apple hatte gestern erklärt , in seinem letzten Finanzquartal fast 4,2 Millionen iPads verkauft zu haben. Die Analysten hatten mit 4,8 Millionen jedoch deutlich mehr erwartet. Den kommenden iPad-Konkurrenten sagte Apple-Chef Steve Jobs ein Scheitern voraus: Viele würden mit 7-Zoll-Displays ausgestattet. Das sei zu klein, denn das 10-Zoll-Display des iPads sei die minimale Größe für ein Tablet. Android sei für Tablets in der aktuellen Version ungeeignet, sagte Jobs unter Verweis auf entsprechende Aussagen von Google. Google rät Geräteherstellern, auf eine künftige Version des Betriebssystems im kommenden Jahr zu warten.
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