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Officesuite: Release Candidate von Openoffice.org 3.3 veröffentlicht

Das Projekt Openoffice.org hat einen Release Candidate seiner kommenden Officesuite Openoffice.org 3.3 veröffentlicht. Bis zur Fertigstellung sollen nur noch Fehler beseitigt werden.
/ Jens Ihlenfeld
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Openoffice.org 3.3 soll zahlreiche Verbesserungen mitbringen. So werden beim Programmstart nun die installierten Erweiterungen auf Änderungen überprüft. Das kann den Programmstart verlangsamen. Deshalb zeigt der Startbildschirm nun genauer, womit die Software gerade beschäftigt ist. Zudem bringt Openoffice.org 3.3 einen neuen vereinheitlichen Druckdialog samt verbesserter Druckvorschau.

Eine neue Suchleiste, die in allen Anwendungen der Officesuite enthalten ist, soll es einfacher machen, Informationen in Dokumenten zu finden. Der Einsatz der Suchleiste verhindert, dass Textbereiche von einer Dialogbox verdeckt werden.

Der PDF-Export wurde erweitert und kann nun bei Bedarf die 14-Standard-PDF-Fonts in die Datei integrieren. Ferner kann notfalls der gleiche Name für verschiedene Felder in einem PDF-Dokument verwendet werden. Normalerweise sollte jedes Feld aber eine eigene Bezeichnung erhalten.

Verbesserungen bei Openoffice.org Writer

Auch der Thesaurus-Dialog in Writer wurde überarbeitet. Alternativen für ein ausgewähltes Wort erscheinen nun in einer List-Box. Solange keine Alternative ausgewählt wurde, bleibt der Ersetzen-Knopf deaktiviert. Alle Wörterbuchdateien werden nun im UTF-8-Textformat abgespeichert. Dadurch lassen sich diese mit einem Editor nachträglich bearbeiten. Der Dialog zur Silbentrennung wurde optimiert, um diese bequemer nachträglich verändern zu können.

Das Menü zur Groß-/Kleinschreibung erlaubt es, mit einem Klick entweder alle Buchstaben groß-, alle klein- oder nur den Satzanfang großzuschreiben. Alternativ kann jeder Wortbeginn großgeschrieben oder alle Buchstaben umgeschaltet werden. Dabei wird jeder kleingeschriebene Buchstabe großgeschrieben und umgekehrt. Nur für Word-97-Dokumente gibt es nun die Möglichkeit, ein vergebenes Dokumentenkennwort zu verändern.

Openoffice.org Calc mit einer Million Zeilen

Die Tabellenkalkulation Calc unterstützt nun bis zu 1.048.576 Zeilen, bisher lag die Obergrenze bei 65.536 Zeilen. Jedem Arbeitsblatt in einem Dokument kann nun eine Farbe zugeordnet werden. Diese erscheint dann im Tab-Bereich und soll die Unterscheidung zwischen einzelnen Arbeitsblättern vereinfachen.

Das Zahlenformat wird bei neuen Tabellen automatisch auf dezimal gestellt, nur beschränkt durch die Breite der gewählten Spaltenbreite. Kleinere Nummern werden automatisch in naturwissenschaftlicher Schreibweise angezeigt. Der verbesserte Import von CSV-Daten merkt sich nun die Einstellungen und hat einen neuen Optionsdialog erhalten. Zudem wurde der Import von Tabellendaten allgemein erweitert, um solche Daten einfacher in eine bestehende Tabelle integrieren zu können. Dokumente im Format Excel 97 erhalten die Möglichkeit, ein Dokumentenkennwort zu verändern.

Mit der Chartskomponente von Openoffice.org lassen sich nun Vektorobjekte integrieren. Dabei stehen passende Werkzeuge bereit, um Linien, Rechtecke und Textobjekte anzulegen. Aber auch Würfel, Pfeilsymbole oder Sterne lassen sich einfügen. Der Font und die Formatierung eines Textobjekts lassen sich jederzeit ändern.

Wird ein Chart neu angelegt, erhält er einen größeren Bereich und der Standardfont ist größer. Er wird für die Daten-, Achsen- und Legendenbeschriftung verwendet. Zudem werden in Liniencharts nun dünnere Linien verwendet als bisher. Die Office-Software unterstützt auch hierarchische Achsenbeschriftungen.

Die Präsentationssoftware Impress hat eine neue Toolbar erhalten, über die sich eine neue Folie mit einem bestimmten Layout einfügen lässt. Zudem kann das verwendete Folienlayout über die Toolbar verändert werden. Die Nutzung bekannter schmaler Fonts soll bessere Darstellungsergebnisse liefern. In den Layouts gibt es nun neue Platzhalter für Tabellen und Videos.

Der Release Candidate von Openoffice.org 3.3 steht für Windows, Linux und Mac OS X unter download.openoffice.org(öffnet im neuen Fenster) zum Ausprobieren bereit. Zum Nachinstallieren gibt es ein deutsches Sprachpaket. Die Vorabversion dient zum Testen der neuen Funktionen und kann noch Fehler enthalten. Fertig sein soll Openoffice.org 3.3 noch in diesem Jahr, wann genau, ist derzeit nicht bekannt.


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