Apple-Chef

Steve Jobs watscht RIM, Android und Tablet-Konkurrenten ab

Apple-Chef Steve Jobs hat einen seiner seltenen Auftritte für einen Rundumschlag gegen Apples Konkurrenten genutzt. RIM werde in absehbarer Zeit nicht zu Apple aufschließen, Googles Android sei zu fragmentiert und die kommenden Tablets mit 7-Zoll-Display seien "dead on arrival".

Artikel veröffentlicht am ,
Apple-Chef: Steve Jobs watscht RIM, Android und Tablet-Konkurrenten ab

Für gewöhnlich nimmt Steve Jobs an den Telefonkonferenzen zu Apples Quartalszahlen nicht teil, Ausnahmen bestätigen die Regel. So auch in der Nacht von Montag auf Dienstag: Apple hat erstmals mehr als 20 Milliarden US-Dollar Umsatz in einem Quartal gemacht. Jobs nutzte das, um an Apples Konkurrenten auszuteilen. Zunächst knöpfte er sich RIM vor.

RIMs Softwareplattform nicht konkurrenzfähig

Inhalt:
  1. Apple-Chef: Steve Jobs watscht RIM, Android und Tablet-Konkurrenten ab
  2. Offen vs. geschlossen, fragmentiert vs. integriert?

Apple habe mit 14,1 Millionen in den vergangenen drei Monaten deutlich mehr Smartphones verkauft als RIM mit 12,1 Millionen in seinem letzten Quartal, das im August zu Ende ging: "Wir haben RIM jetzt überholt und ich sehe nicht, dass sie in absehbarer Zeit wieder zu uns aufschließen", so Jobs. RIM müsse sich auf neues, unbekanntes Terrain wagen und zu einem Software-Plattform-Unternehmen werden. "Es wird eine Herausforderung für sie, eine konkurrenzfähige Plattform auf die Beine zu stellen und Entwickler davon zu überzeugen, für eine dritte mobile Plattform neben iOS und Android zu entwickeln."

Android zu fragmentiert

Auch gegenüber Google schlägt Jobs harte Töne an: Die von Google-Chef Eric Schmidt genannte Zahl von 200.000 aktivierten Android-Geräten pro Tag kontert Jobs mit einer Zahl von 275.000 aktivierten iOS-Geräten pro Tag im Durchschnitt der letzten 30 Tage. Zu Spitzenzeiten aktiviere Apple fast 300.000 iOS-Geräte pro Tag, was iPhone, iPad und iPod touch umfasse. Jobs, dessen Firma für Geheimniskrämerei bekannt ist, wirft Google dabei indirekt Intransparenz vor und fordert die Hersteller von Android auf, zu veröffentlichen, wie viele Android-Telefone sie im Quartal ausliefern.

Die Darstellung, Android sei im Gegensatz zu iOS eine offene Plattform, lässt Jobs nicht gelten. "Das Erste an das wir denken, wenn wir das Wort 'offen' hören, ist Windows, das auf einer Vielzahl an Geräten verfügbar ist", so Jobs. Während aber die meisten Windows-PCs über ein einheitliches Userinterface verfügten, auf dem die gleichen Applikationen liefen, sei Android sehr fragmentiert: "Viele Android-OEM - einschließlich der beiden größten, HTC und Motorola - installieren proprietäre Userinterfaces, um sich vom einheitlichen Android-Erlebnis abzugrenzen." Es sei dann an den Nutzern herauszufinden, wie die Dinge funktionierten. "Vergleichen Sie das mit dem iPhone, wo jedes Telefon gleich funktioniert!", so Jobs. Für Entwickler sei der Aufwand durch die Vielzahl von Hardware- und Softwareversionen bei Androidgeräten sehr hoch.

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In die gleiche Richtung geht Jobs' Kritik an Googles Marktplatzkonzept für Android.

Apples geschlossener Ansatz, den Jobs "integriert" nennt, sei dem überlegen. Abgesehen davon setzten sich offene Systeme nicht immer durch, sagte Jobs unter Verweis auf Microsofts Musikstrategie: Das eher an Windows angelehnte Modell Playsforsure habe sich nicht durchgesetzt, Microsoft habe mit Zune später Apples Modell kopiert. Dass auch Zune bislang kein großer Erfolg ist, verschweigt Jobs. Mit dem Nexus One habe auch Google mit einem solch integrierten Ansatz geflirtet.

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Offen vs. geschlossen, fragmentiert vs. integriert? 
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jucs 21. Okt 2010

Android ist FOSS (http://www.gnu.org/philosophy/free-sw.html). Die Goolge-Applikationen...

notan 20. Okt 2010

Nö das wäre was unanständiges, und hätte bei Apples App-Politik ohnehin keine Chance...

mal schneller 20. Okt 2010

Wer sich für Konsolen interessiert, sollte Google Alerts auf Börsennews zu den...

cerbmuc 20. Okt 2010

Sie haben auch "iPhone" von Cisco lizensiert.



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