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Beschleunigungssensor: Festplatte meldet Erdbeben

Die meisten Festplatten verfügen über Sensoren, die die Datenspeicher vor Schäden durch Erschütterungen schützen sollen. Zwei Entwickler von IBM wollen die Sensoren künftig für die Erdbebenregistrierung einsetzen. Die von ihnen gesammelten Daten sollen zur Koordination von Rettungsmaßnahmen dienen.
/ Werner Pluta
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Der Computerhersteller IBM will Rechner in den Katastrophenschutz einbeziehen: Die Sensoren von Festplatten sollen Erdstöße erkennen. Mit Hilfe dieser Daten sollen beispielsweise Rettungsmaßnahmen koordiniert werden.

Schutz vor Schüttelschaden

Die meisten Festplatten verfügen heutzutage über Beschleunigungssensoren, sogenannte Accelerometer, die die Platte vor Schäden durch Erschütterungen schützen sollen. Die IBM-Entwickler Robert Friedlander und James Kraemer wollen diese Technik für den Katastrophenschutz einsetzen: Die Sensoren zeichnen die Erderschütterungen auf. Die Daten werden an ein Rechenzentrum übermittelt, wo sie in Echtzeit analysiert werden.

Die Analyse liefert dann Aufschluss darüber, wo und wann das Beben angefangen hat, über seine Dauer und Stärke sowie darüber, wie es sich ausbreitet. Rettungskräfte sollen diese Daten zur Einsatzplanung nutzen können. Außerdem sollen sich daraus Vorhersagen über Folgeereignisse treffen lassen, etwa über Nachbeben oder Tsunamis.

Zu wenig Seismographen

Systeme zur Erdbebenerkennung, sogenannte Seismographen, seien zwar eine bekannte Technik, so IBM. Doch gebe es in weiten Teilen der Welt nur wenige davon. Deshalb sei es in solchen Regionen schwer, angemessen auf ein Beben zu reagieren. Das soll sich mit der von Friedlander und Kraemer entwickelten Technik ändern.

IBM hat bereits ein Patent(öffnet im neuen Fenster) auf die Technik.


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