Outsourcing: Sony lässt neue LCD-Fernseher von Foxconn bauen
Sony wird die Fertigung seiner High-End-LCD-Fernseher an den umstrittenen Auftragshersteller Foxconn Electronics auslagern. Das hat der taiwanische Branchendienst Digitimes(öffnet im neuen Fenster) aus Herstellerkreisen erfahren. Bei Foxconn würden künftig rahmenlose ultraflache LCD-Fernseher gefertigt. Damit lagere Sony erstmals High-End-TV-Geräte an einen taiwanischen Hersteller aus. Seine Google-TV-Endgeräte werde der japanische Elektronikkonzern bei Wistron herstellen lassen.
Die Foxconn-Schwestergesellschaft Chimei Innolux (CMI) wird etwa die Hälfte der Aufträge für die Displayfertigung für Sony-Fernseher bekommen. Auf Foxconn kämen hohe Investitionen zu, um die Aufträge übernehmen zu können, so die Digitimes.
Im Jahr 2011 werde der Elektronikkonzern Sony 70 bis 80 Prozent seiner ausgelieferten LCD-Fernseher von Auftragsfirmen fertigen lassen. Foxconn werde 15 Millionen bis 18 Millionen der Geräte für Sony herstellen und damit seinen Konkurrenten Wistron übertreffen, berichtet die Zeitung. Foxconn hat den Bericht nicht kommentiert.
In seinem laufenden Geschäftsjahr, das im März 2011 endet, wird Sony voraussichtlich 25 Millionen LCD-Fernseher ausliefern können. Im kommenden Jahr würden 26 Millionen erreicht.
Die ersten Sony-High-End-Fernseher von Foxconn sollen in der ersten Jahreshälfte 2011 auf den Markt kommen. Foxconn hatte von Sony Montagewerke für Fernseher in Mexiko und der Slowakischen Republik übernommen.
Wistron werde 2011 eine Anzahl von 7 bis 8 Millionen Fernsehern für Sony herstellen, darunter auch die neuen Google-TV-Geräte. Auch Compal Electronic wurde in der zweiten Jahreshälfte 2010 Auftragshersteller für Sony-Fernseher, so die Digitimes. Compal Electronic soll 2011 circa 1 Millionen Sony-Endgeräte für den japanischen Markt bereitstellen.