Bewegungssteuerung: Kinect erfasst künftig Hals statt Hüfte
Bei Vorabvorführungen von Kinect haben die Mitarbeiter von Microsoft noch darauf geachtet, dass die Spieler stehen und nicht sitzen. Inzwischen wäre das kein Problem mehr, so Andrew Oliver vom britischen Entwicklerstudio Blitz Games im Gespräch mit Eurogamer.net(öffnet im neuen Fenster) . Seinen Angaben zufolge hat Microsoft vor einigen Monaten die Software zur Erstellung von Kinect-Spielen geändert. Seitdem ist der "Base Node" – also die Stelle, von der aus Kinect die Bewegungen des Spielers erfasst – nicht mehr die Hüfte, sondern der Schulter- und Halsbereich. Während die Hüfte beim Sitzen nicht gut sichtbar sei, sei der Oberkörper auf einem Sofa immer noch gut für das Gerät auszuwerten, sagt Oliver. Sogar im Liegen funktioniere das gut.

Laut Oliver sind die Änderungen in den Softwarebibliotheken zu spät gekommen, um in die ersten Spiele integriert zu werden. Titel, die später erscheinen, sollen keine Schwierigkeiten mehr mit Couch Potatoes haben.
Kinect erscheint in Deutschland am 10. November 2010 für rund 150 Euro. Microsoft warnt bereits vor Lieferengpässen. In Großbritannien ist die Bewegungsssteuerung bei einigen Onlinehändlern, darunter Amazon.co.uk, bereits ausverkauft. Auch das Konkurrenzprodukt von Sony mit dem Namen Move läuft gut: Inzwischen melden erste Händler in Deutschland, dass die Lager bald leer sind.