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Spielebranche: Blizzard und Sony gehen rechtlich gegen Hacker vor

Die Spielebranche forciert ihren Kampf gegen Urheberrechtsverletzungen: Blizzard verklagt Programmierer, die Hacks für Starcraft 2 verkauft haben sollen, Sony mahnt mehrere Besteller von USB-Sticks mit der Bezeichnung "PS3 Break" ab.
/ Peter Steinlechner
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Nintendo hat Mitte 2010 Klagen vor mehreren europäischen Gerichten gegen die Importeure von R4-Modulen gewonnen, mit denen sich der Kopierschutz der DS umgehen lässt. Jetzt ziehen andere Branchenmitglieder nach: So hat Sony Computer Entertainment laut Heise.de(öffnet im neuen Fenster) mehrere deutsche Personen abgemahnt, die in Hongkong USB-Sticks mit der Bezeichnung "PS Break" bestellt haben. Weil die Einfuhr von Geräten, mit denen Kopierschutzmaßnahmen – in diesem Fall die der Playstation 3 – umgangen werden können, verboten ist, habe der Zoll die Sticks einbehalten.

Die Rechtsanwälte von Sony wollen von den Bestellern die Unterschrift unter ein Dokument, mit dem sie der Vernichtung der USB-Sticks zustimmen und zusagen, künftig keine derartige Hardware mehr zu importieren oder zu verwenden. Wer sich weigert, dem werde eine Vertragsstrafe von mindestens 5.000 Euro angedroht – wer unterschreibe, müsse hingegen keine Abmahnkosten zahlen. Auch durch andere Maßnahmen, insbesondere die verstärkte Verbreitung der derzeit noch sicheren Firmwareversion ab 3.42 etwa mit Medal of Honor, gehe Sony derzeit massiv gegen Hacker vor.

Blizzard hat fast zeitgleich "Permaphrost", "Cranix" und "Linuxawesome" vor einem Gericht in Los Angeles verklagt. Die Pseudonyme gehören Programmierern aus Kanada und Peru, die Cheatprogramme für Starcraft 2 zum Kauf angeboten haben, so Gamespot(öffnet im neuen Fenster). Die von den Beschuldigten angebotene Software verstößt nach Auffassung von Blizzard gegen die Endnutzerbestimmungen des Echtzeitstrategiespiels und des Onlineportals Battle.net. Den Schaden sieht das Unternehmen unter anderem darin, dass sich Spieler vom Multiplayermodus abwenden könnten, wenn etwa dessen Ligen nicht regulär funktionieren. Erst Anfang Oktober 2010 hatte Blizzard aus ähnlichen Gründen rund 5.000 Spieler aus Starcraft 2 ausgeschlossen.


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