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Intamap: Umweltverschmutzung in Echtzeit verfolgen

Das von der EU geförderte Projekt Intamap hat Software veröffentlicht, mit der sich verschiedene Formen der Umweltverschmutzung in Echtzeit auf Landkarten darstellen lassen. Die Software kann Rohdaten gemäß den offenen Standards des Open Geospatial Consortium (OGC) verarbeiten.
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Wer sich dafür interessiert, wie die Verteilung der radioaktiven Strahlung in Europa aussieht, sollte vielleicht einen Blick auf dasIntamap-Projekt(öffnet im neuen Fenster) werfen. Intamap steht für Interoperabel and Automated Mapping und hat umfangreiche Software zur geografischen Visualisierung von geostatistischen Daten zur Umweltverschmutzung entwickelt.

Die Visualisierung der Daten durch die Intamap-Software erfolgt anhand der Messergebnisse der einzelnen Messstationen und einer Interpolation der Werte zwischen den Messpunkten. Auf Demonstrationsvideos(öffnet im neuen Fenster) kann man die Leistung der Visualisierungssoftware in Augenschein nehmen.

EU-Kommissarin Neelie Kroes(öffnet im neuen Fenster), zuständig für die digitale Agenda, erklärte anlässlich der Vorstellung der Intamap-Software: "Das Projekt Intamap ist ein gutes Beispiel dafür, wie Forschung helfen kann, das tägliche Leben in Europa zu verbessern. Echtzeit-Verschmutzungskarten können sich für die Behörden als entscheidendes Werkzeug zur Feststellung der Verschmutzungsquellen und ihrer bestmöglichen Bekämpfung erweisen. Auch dem Einzelnen helfen sie, Umweltbeeinträchtigungen wie Smog zu meiden."

Die Intamap-Software setzt auf der freien Softwareumgebung R auf, die speziell für statistische Anwendungen entwickelt worden ist. Auch die Intamap-Software selbst, die sich von der Website des Projekts herunterladen lässt, ist quelloffene Software. Im Intamap-Wiki(öffnet im neuen Fenster) gibt es Hintergrundinformationen zum Projekt.

Das Projekt Intamap wurde im Rahmen des sechsten Rahmenprogramms der EU von 2006 bis 2009 mit fast zwei Millionen Euro gefördert. An der Entwicklung der Intamap-Software waren neun Forschungszentren aus Österreich, Belgien, Deutschland, Griechenland, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich beteiligt.[von Robert A. Gehring]


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