Abo
  • IT-Karriere:

Secunet

Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bei De-Mail ist möglich

Secunet hat sich zur Kritik wegen mangelhafter Verschlüsselung bei De-Mail geäußert. Eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für den rechtsverbindlichen E-Mail-Dienst werde zusätzlich möglich sein, sagte Unternehmenssprecher Patrick Franitza Golem.de. Hier stünden die Mail-Provider in der Pflicht.

Artikel veröffentlicht am ,
Secunet: Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bei De-Mail ist möglich

Das Sicherheitsunternehmen Secunet hat zusammen mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die grundlegende Konzeption von De-Mail und den einzelnen Diensten entworfen und bis zur technischen Richtlinie entwickelt.

Stellenmarkt
  1. Advantest Europe GmbH, Böblingen
  2. Wirecard Technologies GmbH, Aschheim bei München

Bundesdatenschützer Peter Schaar hatte im Februar 2009 Mängel in dem vom Bundeskabinett beschlossenen Entwurf des Bürgerportalgesetzes kritisiert. Es reiche nicht aus, dass die Diensteanbieter bei De-Mail untereinander verschlüsselt kommunizieren sollen. Damit könnten Nachrichten bei den Anbietern weiterhin von Dritten gelesen und gegebenenfalls verändert werden. Deshalb sollte die Kommunikation durch eine End-to-End-Verschlüsselung zwischen Absender und Empfänger gesichert werden. Auch die Ablage persönlicher Daten in einem elektronischen Safe sei nur wirklich sicher, wenn die Daten verschlüsselt gespeichert würden, und ausschließlich der Betroffene den elektronischen Schlüssel dazu besitze, so Schaar.

Franitza räumte ein, dass im Normalfall, in dem der Anwender eine De-Mail an einen anderen De-Mail-Teilnehmer schicke, diese kurzzeitig in einem Hochsicherheitsrechenzentrum des De-Mail-Diensteanbieters entschlüsselt und wieder verschlüsselt werde. Das sei so festgelegt worden, um eine möglichst einfache Nutzbarkeit von De-Mail für die Endanwender zu ermöglichen. Die Beschaffenheit des Hochsicherheitsrechenzentrums werde vom BSI festgelegt.

"Sie können aber jederzeit auch eine Ende-zu-Ende Verschlüsselung für ihre De-Mails verwenden, wenn sie ein höheres Sicherheitsniveau benötigen. Dann kann auch der Diensteanbieter die E-Mails nicht mehr entschlüsseln", sagte Franitza.

"Geschäftskunden, die über ein Gateway an De-Mail angeschlossen sind, können die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung über bestehende Systeme wie S/MIME oder PGP durchführen. Für Privatkunden ist aktuell bei den uns bekannten Providern nur die Möglichkeit gegeben, auf Fileebene verschlüsselte Daten an eine De-Mail als Attachment anzuhängen, etwa mit Truecrypt verschlüsselte Dokumente. Die Provider könnten aber, sofern sie es wollen, in ihren Portalen eine Möglichkeit zur Ende-zu-Ende Verschlüsselung anbieten", so Franitza. Ob das mit zu installierenden Clients oder mit einer Https-Verbindung zum Provider realisiert wird, lasse sich noch nicht sagen.

Auch der Einsatz einer qualifizierten elektronischen Signatur sei möglich, wenn zum Beispiel die eigenhändige Unterschrift bei einem Dokument vorgeschrieben sei. Damit werde die Sicherheit erhöht.

Auch beim Dokumentensafe sei vorgesehen, dass der Benutzer seine Daten zusätzlich selbst verschlüsseln kann. Dazu seien die Diensteanbieter angehalten, geeignete Software zu empfehlen oder selbst zur Verfügung zu stellen, sagte er.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 107€ (Bestpreis!)
  2. 529,00€
  3. 274,00€

Uninteressant 11. Dez 2010

Um das noch einzuwerfen: Facebook liest auf Wunsch die Kommunikation per Mail und...

Treadmill 16. Okt 2010

Tja und? Ich hab dich gefragt, wo sowas ein Privatmann braucht, also, wo ist denn das...

Bätschman 15. Okt 2010

Ich habe selber nachgeforscht per Interview: De-Mail ist offen für S/MIME Die Provider...

Der Kaiser! 15. Okt 2010

Das ist doch wieder so ein Satz, wo der Fokus auf die völlig falschen Dinge gelenkt...

Der Kaiser! 15. Okt 2010

Du weisst es offensichtlich besser. Also sei so nett, und erkläre es. :)


Folgen Sie uns
       


Akku-Recycling bei Duesenfeld

Das Unternehmen Duesenfeld aus Peine hat ein Verfahren für das Recycling von Elektroauto-Akkus entwickelt.

Akku-Recycling bei Duesenfeld Video aufrufen
iPad OS im Test: Apple entdeckt den USB-Stick
iPad OS im Test
Apple entdeckt den USB-Stick

Zusammen mit iOS 13 hat Apple eine eigene Version für seine iPads vorgestellt: iPad OS verbessert die Benutzung als Tablet tatsächlich, ein Notebook-Ersatz ist ein iPad Pro damit aber immer noch nicht. Apple bringt aber endlich Funktionen, die wir teilweise seit Jahren vermisst haben.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Tablets Apple bringt neues iPad Air und iPad Mini
  2. Eurasische Wirtschaftskommission Apple registriert sieben neue iPads
  3. Apple Es ändert sich einiges bei der App-Entwicklung für das iPad

In eigener Sache: Neue Workshops zu agilem Arbeiten und Selbstmanagement
In eigener Sache
Neue Workshops zu agilem Arbeiten und Selbstmanagement

Wir haben in unserer Leserumfrage nach Wünschen für Weiterbildungsangebote gefragt. Hier ist das Ergebnis: Zwei neue Workshops widmen sich der Selbstorganisation und gängigen Fehlern beim agilen Arbeiten - natürlich extra für IT-Profis.

  1. Golem Akademie Golem.de startet Angebote zur beruflichen Weiterbildung
  2. In eigener Sache Zweiter Termin für Kubernetes-Seminar
  3. Leserumfrage Wie können wir dich unterstützen?

Super Mario Maker 2 & Co.: Vom Spieler zum Gamedesigner
Super Mario Maker 2 & Co.
Vom Spieler zum Gamedesigner

Dreams, Overwatch Workshop und Super Mario Maker 2: Editoren für Computerspiele werden immer mächtiger, inzwischen können auch Einsteiger komplexe Welten bauen. Ein Überblick.
Von Achim Fehrenbach

  1. Nintendo Switch Wenn die Analogsticks wandern
  2. Nintendo Akku von überarbeiteter Switch schafft bis zu 9 Stunden
  3. Hybridkonsole Nintendo überarbeitet offenbar Komponenten der Switch

    •  /