Verlagsgruppe Weltbild

Digitale Bücher sind noch ein Verlustgeschäft

Die Augsburger Verlagsgruppe, einer der großen Akteure auf dem deutschen Buchmarkt, verdient derzeit kein Geld mit E-Books. Das verriet Verlagschef Carel Halff in einem Interview. Er rechnet erst in vier Jahren mit signifikanten Gewinnen in diesem Bereich.

Artikel veröffentlicht am ,
Carel Halff (Foto: Weltbild)
Carel Halff (Foto: Weltbild)

Anders als in den USA ist hierzulande das Geschäft mit den digitalen Büchern noch nicht so richtig angelaufen: Der Weltbild Verlag etwa macht mit seinem 2009 eingerichteten Onlineshop für E-Books keine Gewinne. Das sagte Verlagschef Carel Halff der Wirtschaftszeitung Financial Times Deutschland. Halff bestätigte damit die Ergebnisse einer Studie über E-Books, die das Beratungsunternehmen Pricewaterhouse Coopers (PwC) kürzlich vorgelegt hatte.

Kosten statt Gewinne

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"Für die kommenden drei Geschäftsjahre habe ich nur Kosten eingeplant. Die Umsätze sind marginal, die Kosten leider nicht", sagte Halff. Er rechne erst in vier Jahren mit "einem wesentlichen positiven Ergebnisbeitrag". Dass Weltbild dennoch auf diesem Sektor aktiv ist, hat für Haff strategische Gründe: "Es geht darum, die Marke präsent zu halten. Wir müssen den Lesern zeigen: Weltbild spielt hier mit.".

Wie PwC hält auch Halff das noch geringe Angebot an deutschsprachigen E-Books für einen Hindernis. Das liege zum Teil an den Verlagen, die keinen Markt sähen und deshalb und mit Investitionen zögerten. Weltbild selbst will dem entgegen wirken: Dem Unternehmen gehört die Hälfte des Verlages Droemer Knaur. Der bringe auf Betreiben von Weltbild inzwischen jedes neue Buch auch gleich als E-Book heraus.

Günstiger als günstigste Druckausgabe

Zweites Hindernis ist der Preis: Während US-Händler wie Amazon elektronische Bücher deutlich günstiger als gedruckte anbieten, ist hierzulande der Preisvorteil nicht so groß. "Die Gesamtkostenersparnis gegenüber den gedruckten Büchern liegt in einer Größenordnung von zehn bis 20 Prozent", erklärte Halff. Entsprechend solle der Preis für ein E-Book "10 bis 20 Prozent unter der günstigsten Druckausgabe" liegen.

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Die vom Börsenvereins des Deutschen Buchhandels durchgesetzte Preisbindung für die digitalen Ausgaben hält der Weltbild-Chef für ein "gutes Stück Mittelstandsförderung". Sie dürfe aber "nicht zu einer Behinderung des technischen Fortschritts und der Kunden führen".

Katholische Kirche

Die in Augsburg ansässige Verlagsgruppe Weltbild ist einer der größten Buchanbieter Deutschlands. Beim Onlinebuchhandel ist Weltbild auf Platz zwei hinter Amazon. Das Unternehmen ist aus einem katholischen Zeitschriftenverlag hervorgegangen. Zu den Eigentümern gehören verschiedene deutsche Diözesen.

Weltbild vertreibt unter anderem die Lesegeräte des französischen Unternehmens Bookeen wie den Cybook Gen3 oder den Cybook Opus. Auf der Frankfurter Buchmesse hatte das Unternehmen einen neuen E-Book-Reader vorgestellt: Der Aluratek Libre soll für rund 100 Euro auf den Markt kommen. Halff glaubt, dass in Zukunft Einstiegsgeräte schon für deutlich unter 100 Euro zu haben sie werden.

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also wenn ich... 02. Nov 2010

Also bevor ich ein Ebook kaufe. muss ich eine Garantie bekommen.... eine Garantie das ich...

Nieten oder... 26. Okt 2010

Grade bei CNBC: 95% aller Schulbücher sind als E-Book verfügbar. Amerikaner müssten jetzt...

Blair 16. Okt 2010

Man muss auch bedenken dass bei E-Books 19 statt 7% Umsatzsteuer anfallen.

nix kauf zwang 15. Okt 2010

wir schreiben hier über Weltbild nicht Bertelsmann Bücherclub ...



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