Beceem: Broadcom kauft LTE-Wimax-Chipfirma für 316 Millionen Dollar
Broadcom will für 316 Millionen US-Dollar den Chipdesigner Beceem Communications kaufen. Die Vorstände der beiden Unternehmen haben dem Zusammenschluss zugestimmt. Die Übernahme soll bis zum März 2011 abgeschlossen sein.
Beceem Communications wurde im Oktober 2003 gegründet und entwickelt Chipsätze für LTE und Wimax. Mit dem MS100 gehörte das kalifornische Privatunternehmen zu den ersten Anbietern von Wimax-Chipsätzen. Gegenwärtig bietet Beceem Communications Dualmode-Chipsätze für eine Datenübertragungsrate von 200 MBit/s für Wimax und LTE an.
Zu den Investoren, die bislang über 100 Millionen US-Dollar in Beceem Communications gesteckt haben, gehören Intel Capital, der Investmentarm des japanischen Mobilfunkausrüsters Docomo, NEC, Samsung Venture Investment und Mitsui Investment. Das Unternehmen hatte im April 2010 einen Börsengang angekündigt, ließ aber bislang keine weiteren Schritte folgen.
Broadcom Executive Vice President Scott Bibaud erklärte, mit der Übernahme des Entwicklerteams von Beceem Communications in Indien und in den USA die Produkteinführungszeit für LTE und Wimax verbessern zu wollen. "Wir freuen uns darauf, ihre innovativen Technologien zu unserem Produktportfolio hinzuzufügen, um diese Technologien für unsere Kunden bereitzustellen", sagte er. Bibaud erwarte, dass LTE- und Wimax-Smartphones nicht vor 2014 einen Massenmarkt erobern würden. Bis dahin wolle er eine führende Position für Einchip-Duallösungen in Smartphones erreichen.
Beceem-Chef Surendra Babu Mandava verwies auf die Kombination der eigenen Produkte mit Broadcoms 2G- und 3G-Technologie, was Netzbetreibern erlaube, den Aufbau ihrer 4G-Netze abwärtskompatibel zu gestalten. Broadcom ist Technologieentwickler und Anbieter von Halbleitern für kabelgebundene und drahtlose Kommunikation.
- Anzeige Hier geht es zur AVM Fritzbox 7590 AX bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.



