Projektabspaltung: Oracle steht zu Openoffice.org
Oracle will Openoffice.org weiterentwickeln und ist dabei, die Anzahl der eigenen Entwickler zu erhöhen. Das gibt der Konzern anlässlich der bald startenden ODF Plugfest(öffnet im neuen Fenster) bekannt. Auch die Anzahl der Tester soll sich erhöhen. Konkrete Zahlen nennt Oracle aber nicht.
Stattdessen wird auf die 7,5 Millionen Codezeilen verwiesen, auf die Oracle aufbauen kann. Das Unternehmen lädt Entwickler ein, weiter an Openoffice.org zu arbeiten. Mit der Unterstützung von MySQL, Linux, Apache und anderen Open-Source-Projekten wurde nach Oracles Überzeugung gezeigt, dass die Firma zu solchen Projekten steht.
Vielsprachigkeit für alle
Nachdem sich mit der Document Foundation ein Teil des Openoffice.org-Teams von Oracle losgesagt hatte und Oracle selbst nicht der Document Foundation den Namen Openoffice.org übergeben wollte, wird LibreOffice nun als Abspaltung des Openoffice.org-Projekts angesehen.
Derweil hat die Document Foundation ein Manifest zur Entwicklung von LibreOffice, dem Fork von Openoffice.org, als PDF veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster). Darin bekennt sich das Team dazu, auch im nächsten Jahrzehnt des Projektes die freie Office-Programmsammlung allen anzubieten und so die digitalen Grenzen in der Gesellschaft aufzuheben. Offene Standards und Dokumentenformate sowie der Versuch, möglichst viele Sprachen zu unterstützen, gehören ebenfalls dazu. Die Document Foundation will so verhindern, dass Nutzer erst eine andere Sprache lernen müsse, bevor sie sich mit Computern beschäftigen könne.
Die Aktivitäten der Foundation sollen unabhängig sein, es soll demokratisch entschieden werden.
Die Document Foundation hatte kürzlich erste Erfolge vermeldet und von einem großen Interesse an LibreOffice gesprochen.
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